Handball Bundesliga
THW Kiel macht das Triple perfekt

Der THW Kiel hat seine sensationelle Saison gekrönt. Nach dem Gewinn der Champions League und dem Sieg im DHB-Pokal gewann der Titelverteidiger auch die Meisterschaft und ist nun alleiniger deutscher Rekordchampion.

Im Saisonfinale der Handball-Bundesliga hat der THW Kiel einer sensationellen Saison die Krone aufgesetzt. Die Norddeutschen verteidigten erfolgreich ihren Meistertitel und haben damit nach dem Gewinn der Champions League und dem Sieg im DHB-Pokal als erster deutscher Klub das Triple geholt. Durch den Gewinn des 13. Titels ist der THW ab sofort alleiniger deutscher Rekordmeister vor dem VfL Gummersbach, der die Trophäe bislang zwölfmal geholt hat.

In der Kieler Ostseehalle gewann der THW am 34. und letzten Spieltag 34:28 (14:14) gegen die HSG Nordhorn und hielt mit 58:10 Zählern aufgrund der besseren Tordifferenz den punktgleichen Verfolger HSV Hamburg auf Distanz, der bei Frisch Auf Göppingen 36:32 (21:18) gewann.

"Das ist ein unglaubliches Gefühl. Drei Titel in einer Saison, das ist phantastisch", sagte THW-Kapitän Stefan Lövgren, der sein Comeback nach sechs Wochen Pause wegen einer Leistenverletzung gab.

Während in Kiel die Meisterschale übergeben wurde, zog auch der Tabellenzweite ein positives Saisonfazit nach dem Gewinn des Europacups der Pokalsieger. "Wir haben unseren Teil zu einer spannenden Saison beigetragen. Darauf können wir stolz sein. Kiel wird heute feiern und wir auch", meinte HSV-Coach Martin Schwalb. HSG Düsseldorf steigt ab

Neben Kiel und Hamburg zogen auch die SG Flensburg-Handewitt und der VfL Gummersbach in die Champions League ein. Allerdings unterlag Flensburg beim TV Großwallstadt 34:35 (18:19), Gummersbach setzte sich gegen die HSG Düsseldorf 37:29 (22:12) durch. Durch die Niederlage muss Düsseldorf neben Eintracht Hildesheim den Gang in die zweite Liga antreten, während sich die HSG Wetzlar durch ein 30:29 (18:13) gegen den SC Magdeburg den Klassenerhalt sicherte.

Der TuS N-Lübbecke verhinderte unterdessen den direkten Abstieg durch ein 35:32 (17:14) gegen Hildesheim. Lübbecke muss aber in der Relegation gegen den Stralsunder HV oder Bayer Dormagen aus der 2. Liga antreten, die sich am Sonntag (17.00 Uhr) nach einem 31:31 im Hinspiel zum Rückspiel in Stralsund gegenüberstehen.

Zudem gewann am 34. Spieltag der TBV Lemgo 32:27 (19:13) gegen HBW Balingen-Weilstetten, während MT Melsungen die letzten Zweifel am Klassenerhalt durch ein 39:29 (23:16) gegen den Wilhelmshavener HV ausräumte. Die SG Kronau/Östringen behielt hingegen mit 30:29 (14:13) gegen GWD Minden die Oberhand und spielt wie Nordhorn in der kommenden Saison im Europacup der Pokalsieger, während Lemgo, Magdeburg und Großwallstadt im EHF-Cup antreten werden.

Vor 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Ostseehalle tat sich der Favorit lange Zeit schwer und musste in der ersten Halbzeit fast immer einem Rückstand hinterherlaufen. Der französische Nationaltorhüter Thierry Omeyer hielt den THW in dieser Phase mit seinen Paraden im Spiel.

Nach dem Wechsel setzte sich Kiel bis zur 42. Minute vorentscheidend auf fünf Tore (25:20) ab. In den Schlussminuten kam Nationaltorwart Henning Fritz in seinem letzten Spiel für Kiel zum Einsatz und wurde vom Publikum begeistert gefeiert.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%