Handball Bundesliga Topfavorit THW Kiel will das Triple wiederholen

Mit dem klaren Topfavoriten THW Kiel geht die Handball-Bundesliga heute in die neue Saison. Der Triple-Sieger der vergangenen Spielzeit hat sich namhaft verstärkt und siegte am Dienstag bereits im Supercup überlegen.

Die deutsche Handball-Szene blickt zum Auftakt der Bundesliga heute um 15.00 Uhr auf die erste Begegnung der vermeintlichen Übermannschaft THW Kiel. Als erstes "Opfer" müssen die tapferen Handballer der MT Melsungen zum Bundesliga-Auftakt in die Kieler Ostseehalle und ganz Handball-Deutschland erwartet die erste Packung. Nach dem Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph in der vergangenen Saison ist der THW für alle wieder der Topfavorit auf den Platz an der Sonne.

"Ein Jahr ohne Titel ist ein verlorenes Jahr", sagt auch THW-Manager Uwe Schwenker. So legte seine Mannschaft beim Supercup am Dienstag schon mal ordentlich los und nahm die Rhein-Neckar Löwen beim 41:31 förmlich auseinander. Nie habe eine bessere Mannschaft in der Bundesliga gespielt, meinte hinterher Kronaus Trainer Juri Tschewzow, und so ist er sich mit seinen Kollegen laut einer Umfrage der Handballwoche einig: Deutscher Meister wird nur der THW.

Kieler Rückraum eine Klasse für sich

Nikola Karabatic, der für 400 000 Euro von Lemgo losgeeiste Filip Jicha, und der 250 000 Euro teure Börge Lund, Kim Andersson, Weltmeister Christian Zeitz und Kapitän Stefan Lövgren - allein der Kieler Rückraum ist an Klasse kaum zu überbieten. Am ehesten wird das noch Vizemeister HSV Hamburg zugetraut. "Meine Truppe ist hungrig auf Erfolg. Ich denke, wir erleben eine spannende Spielzeit", sagt Trainer Martin Schwalb, der mit seinem Team erstmal jedes Spiel gewinnen will.

Die Hanseaten, die ambitionierten Rhein-Neckar Löwen mit sechs Weltmeistern um den Ex-Kieler Henning Fritz, die SG Flensburg-Handewitt, der VfL Gummersbach oder der TBV Lemgo stehen aber bereit und wollen die Kieler auf dem Weg zur 14. Meisterschaft möglichst lange ärgern. Bei Punktgleichheit bis zum letzten Spieltag war das dem HSV in der Saison 2006/2 007 schon ganz gut gelungen.

Dass am Samstag neben dem Kieler Spiel in TuS N-Lübbecke gegen SG Flensburg-Handewitt, TBV Lemgo gegen FA Göppingen und Wilhelmshavener HV gegen GWD Minden nur vier Partien auf dem Programm stehen und der Spielplan wieder mal etwas zerrupft aussieht, ist auch dem Erfolg der Liga geschuldet. Gleich neun Klubs spielen im Europacup, da ist die Terminkoordination alles andere als leicht. Zudem meldet das Fernsehen Ansprüche an.

Prominente Aufsteiger aus Essen und Berlin

Für die Sender dürften auch die Aufsteiger attraktiv wie selten sein, schließlich kommen mit dem früheren Meister Tusem Essen und den Füchsen Berlin echte Namen in die Liga. Die haben wie insgesamt sechs Teams zwar nur den Klassenerhalt im Visier. Doch Dauerkartenrekorde gibt es bei fast allen Klubs, so dass der Rekord von insgesamt 1,5 Mill. Zuschauern aus der vergangenen Saison übertroffen werden dürfte.

Genug zu sehen wird es in dieser Saison für Handball-Fans aber ohnehin geben. Denn der erste Liga-Spieltag ist nur der Auftakt zu einer weiteren Mammutsaison. Gleichsam zwischendurch müssen die deutschen Weltmeister zur EM vom 17. bis 27. Januar 2008 nach Norwegen reisen und vom 8. bis 24. August folgen die Olympischen Spiele in Peking.

© SID

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