Handball Champions League
Bundesliga-Klubs im Europapokal erfolgreich

Alle sieben Vertreter der Handball-Bundesliga haben in den europäischen Wettbewerben das Achtelfinale im Visier. Unter anderem setzte sich die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League als Gruppensieger durch.

Der deutsche Handball hat im internationalen Vergleich ein deutliches Zeichen gesetzt. Eine Woche nach dem sechsten und letzten Platz der vom Verletzungspech gebeutelten Nationalmannschaft beim Supercup hat das deutsche Septett den geschlossenen Einzug ins Achtelfinale des Handball-Europapokals im Visier. Die Bundesliga hat vor dem letzten Spieltag in der Champions League und den Rückspielen in den übrigen Wettbewerben am nächsten Wochenende die Voraussetzungen geschaffen, um bei der Auslosung der letzten 16 am 15. November (11.00 Uhr) in Wien mit sieben Klubs im Lostopf vertreten zu sein.

Die SG Flensburg-Handewitt kann nach dem 35:28 gegen Banik Karvina aus Tschechien - der fünfte Sieg in Folge - als Erster der Gruppe H auf einen vermeintlich leichteren Gegner hoffen. "Wir sind heiß, in diesem Jahr die Champions League zu gewinnen", sagte Manager Thorsten Storm, nachdem der deutsche Vizemeister 2003 in den Finals der Königsklasse an Pivovarna Celje Lasko gescheitert war. Storm konnte nach langen Verhandlungen die Vertragsverlängerung von Torjäger Lars Christiansen bis 2007 vermelden.

Magdeburg und Kiel hoffen auf ersten Gruppenplatz

Auch der SC Magdeburg und der THW Kiel können noch den wichtigen ersten Gruppenplatz erreichen. Der SCM, 2002 als bislang einziger deutscher Klub Champions League-Sieger, besiegte Medwedi Tschechow mit 37:28 und hat damit auf jeden Fall das Ticket für das Achtelfinale gelöst.

Jetzt will der Traditionsklub am nächsten Samstag bei A1 Bregenz gewinnen und hofft dabei auf Schützenhilfe des russischen Meisters Tschechow gegen HB Monpellier (8:2), der den direkten Vergleich gegen den SCM gewonnen hat. "Wir werden Montpellier schlagen und euch zum Gruppensieger machen", versprach Medwedi-Trainer Wladimir Maximow.

Der Slowene Renato Vugrinec (9) und Stefan Kretzschmar (8) brachten vor 4 500 Besuchern den SCM nach einem 19:19-Halbzeitstand auf die Siegerstraße. "Wir haben nach der Pause bärenstark gespielt", meinte Trainer Alfred Gislason nach dem Erfolg im 148. Europacupspiel des Traditionsklubs.

Der THW Kiel (8:2) schlug in Minsk den weißrussischen Titelträger Brest HC Meschkow mit 37:31. Christian Zeitz spielte nur in der Deckung. Der Nationalspieler wird am Montag am Ellenbogen operiert. Nikola Karabatic (11) und Kim Andersson (9) waren die besten THW-Schützen. Am kommenden Wochenende kommt es in Kolding zum "Endspiel" um den wichtigen Gruppensieg.

Nordhorn im Pokalsieger-Cup erfolgreich

Die HSG Nordhorn besiegte im Pokalsieger-Wettbewerb den österreichischen Cupgewinner HC Superfund mit 29:24 und feierte damit eine gelungene Genralprobe für das Bundesliga-Schlagerspiel am Dienstag gegen Flensburg. Jan Filip avancierte mit elf Treffern zum Matchwinner. Das Rückspiel findet am 12. November im Euregium statt.

Rekordmeister VfL Gummersbach gelang in seinem 148. Europacup-Auftritt seit 1966 im EHF-Pokal ein 29:27-Sieg bei RK Cimos Koper. Der Isländer Gudjon Sigurdsson erzielte 13 Tore für den Bundesliga-Tabellenführer, der die Slowenen am Samstag in Gummersbach zum Rückspiel erwartet.

Der TBV Lemgo schaltete im EHF-Cup Vojvodina Novi Sad aus. Dem 36:29 am Freitag in Menden folgte am Sonntag in der heimischen Lipperlandhalle ein 31:26. Lemgo hatte dem serbischen Vertreter das Heimrecht abgekauft. Michael Binder erzielte in beiden Partien 14 Tore, Kreisläufer Sebastian Preiß 11).

Frisch Auf Göppingen, 1960 erster deutscher Europapokalsieger, kehrte nach 32-Jähriger Abstinenz mit einem 34:27sieg gegen Aon Fivers Margareten/Österreich auf die internationale Bühne zurück. Nationalspieler Michael Kraus war mit neun Toren erfolgreichster Schütze. Das Rückspiel findet am kommenden Samstag in Wien statt.

© SID

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