Handball Champions League
Deutsches Trio im CL-Halbfinale

Die Rhein-Neckar Löwen sind dem THW Kiel und dem HSV Hamburg ins Champions-League-Halbfinale gefolgt. Die Löwen gewannen im Viertelfinal-Rückspiel gegen Medwedi Moskau mit 36:28.

In Europa ist die krisengeplagte Handball-Bundesliga weiter obenauf. Neben dem überragenden THW Kiel und den Rhein Löwen-Neckar in der Champions League erreichten auch die insolvente HSG Nordhorn im Pokalsiegerwettbewerb und der VfL Gummersbach im EHF-Pokal die Halbfinals und machen Hoffnung auf den zweiten Dreifach-Triumph nach 2007. Vor zwei Jahren hatten Kiel (Champions League), der HSV Hamburg (Pokalsieger) und der SC Magdeburg (EHF-Pokal) erstmals alle drei Titel gleichzeitig in die Bundesliga geholt.

Die Kieler stehen trotz aller Manipulationsvorwürfe nach ihrem 31:27 (17:11) im Viertelfinal-Rückspiel über RK Zagreb zum dritten Mal in Folge im Halbfinale der "Königsklasse" und folgten damit dem HSV Hamburg. Der hatte bereits am Freitag im deutschen Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt das Weiterkommen perfekt gemacht. Am Sonntag komplettierten die Rhein Löwen-Neckar durch ein 36:28 (16:13) gegen Medwedi Moskau das schwarz-rot-goldene Trio in der Vorschlussrunde. Nur der ebenfalls qualifizierte Titelverteidiger Ciudad Real aus Spanien stört die deutsche Party. Die Löwen machten durch ihren souveränen Erfolg gegen den russischen Serienmeister die 31:33-Niederlage aus dem Hinspiel wett.

Kiel mit Gala-Vorstellung

In Kiel herrschte trotz aller Verdächtigungen und der Ermittlungen gegen Manager Uwe Schwenker zumindest für 60 Minuten Festtagsstimmung - die 10 250 Fans im Kieler Handball-Tempel verabschiedeten ihr Team schon zur Halbzeit mit Ovationen in die Kabine. "In der ersten Halbzeit haben wir beinahe perfekten Handball gespielt, waren schnell, beweglich und im Angriff gefährlich", sagte THW-Trainer Alfred Gislason, der in Dominik Klein und Filip Jicha (je sechs) seine besten Torschützen gegen die kroatische Starauswahl um Ivano Balic und Igor Vori hatte.

Beste Stimmung herrschte auch unter den knapp 2000 Zuschauern in der kleinen Eugen-Haas-Halle von Gummersbach. Dort schaffte der VfL mit einem 41:24 (21:10)-Erfolg (Hinspiel 33:27) ganz locker das Weiterkommen und spielt damit neben dem DHB-Pokal die nächste Vorschlussrunde in dieser Saison. "Die Zuschauer haben ein spektakuläres Spiel mit vielen Toren gesehen. Ich bin sehr zufrieden, niemand kann uns nehmen, dass wir im Halbfinale des EHF-Pokals und beim Final Four sind", sagte VfL-Trainer Sead Hasanefendic.

Nicht wirklich in Gefahr gerieten die Nordhorner trotz ihrer 26:31 (13:15)-Niederlage in Ungarn. Nach dem 34:25 hatte die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren das Spiel "die ganze Zeit gut unter Kontrolle. Es bestand nie die Gefahr, dass wir ausscheiden." Wie und mit wem es trotz des Erfolges für den EHF-Pokalsieger von 2008 genau weitergeht, ist dagegen weiter unklar: Fest steht nur, dass die HSG im kommenden Jahr nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht erste Liga spielen darf und derzeit für die zweite plant.

© SID

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