Handball Champions League
Kiel führt deutsches Champions-League-Quartett an

Mit Titelverteidiger THW Kiel an der Spitze will ein deutsches Quartett die Champions League dominieren. Neben dem letztjährigen Finalgegner SG Flensburg-Handewitt gehen auch VfL Gummersbach und HSV Hamburg an den Start.

Titelverteidiger THW Kiel führt das deutsche Quartett in der heute startenden Handball-Champions-League an. Nach dem bundesligainternen Finale 2007 zwischen den beiden Nordrivalen THW und der SG Flensburg-Handewitt sowie dem VfL Gummersbach und Neuling HSV Hamburg starten erstmals vier Bundesligisten in die 15. Saison der europäischen "Königsklasse". Die wartet zudem mit einem neuen Modus, noch mehr Spielen sowie einem Rekordpreisgeld auf und scheint sportlich offen wie lange nicht mehr.

Der Nachfolger des THW kann bis zu 615 000 Euro gewinnen gegenüber rund einer halben Million für den Triumphator im Vorjahr. Während die Mannschaft um den Franzosen Nikola Karabatic gegen dessen Ex-Klub Montpellier HB wie die Gummersbacher (bei Valur Reykjavik) erst am Samstag ran darf, treten Flensburg (20:15 Uhr gegen Ciudad Real) und der HSV (18:30 Uhr gegen Viborg HK/beide live bei Europsport) bereits heute an.

"Die Anspannung ist wie immer da. Wichtig ist für uns, einen Fuß in die Tür zu kriegen", sagt HSV-Trainer Martin Schwalb vor dem ersten Auftritt seines Teams überhaupt in der Königsklasse. Die neu geschaffene zweite Gruppenphase, die Achtel- und Viertelfinals ersetzt und direkt ins Halbfinale führt, ist das Ziel der Hanseaten. Auch die Gummersbacher denken erstmal nicht weiter.

Deutsche und spanische Favoriten stehen Schlange

Ganz anders natürlich die Kieler und Flensburger, die Schwalb zu den durchaus zahlreichen Favoriten zählt. "Die Champions League ist diesmal sehr offen. Ich rechne mit einem deutsch-spanischen Duell und auch mit Klubs wie Zagreb, Veszprem oder Moskau", sagt der frühere Nationalspieler.

Auch wenn die Favoriten vor dem ersten Anwurf diesmal Schlange stehen, als heißester Titelanwärter neben dem THW, der als erster Klub seit Rekordchampion FC Barcelona 2000 die erfolgreiche Titelverteidigung schaffen will, gilt Ciudad Real. Der erste Gruppengegner der Flensburger gewann 2006 bereits den Titel in der Champions League.

In insgesamt 44 Ländern wird die Liga im Fernsehen zu sehen sein, in Deutschland zeigt Eurosport wieder fast alle Partien mit Bundesliga-Beteiligung live. Insgesamt 24 Spiele mehr als im Vorjahr stehen durch den neuen Modus auf dem Programm und sorgen im ohnehin engen Terminkalender der EM- und Olympia-Saison für noch mehr Druck. Kurios: Die Reform des Spielplans hält nur eine Saison, schon 2008/2 009 wird die zweite Gruppenphase modifiziert und das Viertelfinale wieder eingeführt.

Den Favoriten kann das egal sein. Nikola Karabatic, der zum besten Spieler der vergangenen Champions-League-Saison gekürt wurde und in Wien eigenhändig die Gruppen aus dem Lostopf zog, verspricht den THW-Fans nach der überragenden Spielzeit 2006/2 007 mit dem Triple-Gewinn jedenfalls ein ähnlich tolles Jahr: "Ich glaube, dass die nächste Saison noch schöner wird."

© SID

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