Handball Champions League
Kiel kämpft sich ins Endspiel

In einem hochklassigen Rückspiel hat sich der THW Kiel in eigener Halle mit 37:34 gegen Portland San Antonio durchgesetzt und damit die 28:30-Hinspielniederlage wettgemacht. Damit steht Kiel im Champions-League-Finale.

Der THW Kiel hat zum zweiten Mal nach 2000 das Finale der Champions League erreicht und darf weiter vom ersten Gewinn der bedeutendsten Trophäe im Vereinshandball träumen. Im Halbfinal-Rückspiel besiegte der deutsche Rekordmeister den spanischen Spitzenklub Portland San Antonio 37:34 (20:19) und setzte sich so trotz der 28:30-Niederlage vom Hinspiel in Pamplona durch. Im zweiten Semifinale kann Kiels Nordrivale SG Flensburg-Handewitt gegen CBM Valladolid (Hinspiel 32:30) am Sonntag (19.00 Uhr/live auf Eurosport) sogar ein rein deutsches Endspiel perfekt machen.

"Zum Schluss sind wir ein bisschen hektisch geworden. Für den Finaleinzug haben wir mit der Mannschaft die ganze Saison über gekämpft. Der Gegner ist mir egal, jetzt kann kommen wer will", sagte Weltmeister Dominik Klein, der sieben THW-Treffer erzielte.

Vor 10 250 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Kieler Ostseehalle war vor allem ein überragender Nikola Karabatic Garant des Erfolgs für den THW. Der französische Nationalspieler war bei den Gastgebern mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer und zudem glänzenden Vorbereiter vieler Angriffsaktionen, sodass selbst anfängliche Schwächen in der Defensive wettgemacht werden konnten. Portland hatte derweil in Carlos Ruesga seinen besten Torschützen (12) sowie im Kroaten Ivano Balic (10) einen hervorragenden Spielmacher, zeigte jedoch in der entscheidenden Phase Nerven.

Kiel kämpft sich vor der Pause wieder ran

Die Vorentscheidung in der Partie fiel zehn Minuten vor Spielende, als der Bundesliga-Tabellenführer seinen bis dahin hart erkämpften Vorsprung von fünf bis sechs Toren konsequent verteidigte. Die Gäste, die ihre beste Phase in der ersten Halbzeit hatten, konnten erst zum Schluss wieder etwas zulegen.

Im ersten Durchgang hatte Kiel einen Blitzstart hingelegt und sich schon nach drei Minuten eine 3:1-Führung erkämpft. Doch die Gäste kamen bald wieder heran und gingen beim 7:6 (9. Minute) ihrerseits erstmals in Führung. Mitte der ersten Spielhälfte sah es sogar schon nach einem Durchmarsch des Champions-League-Siegers von 2001 aus, als die Spanier plötzlich mit vier Treffern in Front lagen (16:12). Doch ein Lauf von 8:3 Toren brachte den THW bis zur Pause wieder nach vorne.

Nach einer Schwächephase zu Beginn des zweiten Durchgangs setzten die Norddeutschen Mitte der Spielhälfte die Weichen auf den Finaleinzug. Dank konsequenter Chancenausnutzung und einer deutlichen Leistungssteigerung von Torwart Thierry Omeyer, der in der ersten Halbzeit noch durch Matthias Andersson ersetzt worden war, bauten die Kieler ihren Vorsprung auf sechs Tore aus und brachten den Erfolg über die Zeit.

© SID

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