Handball Champions League
THW kämpft mit letzten Kräften um Europas Krone

Titelverteidiger THW Kiel trifft heute im Hinspiel des Champions-League-Finales auf den spanischen Meister Ciudad Real. Kein leichtes Spiel für den ausgepowerten Titelverteidiger.

Die Reserven neigen sich dem Ende zu, die Motivation könnte nicht größer sein: Für das 54. Pflichtspiel der Saison mobilisiert der THW Kiel seine letzten Kräfte. Es geht schließlich um die Krone des europäischen Vereinshandballs, wenn die "Zebras" im Hinspiel des Champions-League-Finales heute (19.00 Uhr/live auf Eurosport) beim spanischen Meister Ciudad Real antreten.

Das Ziel ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 11. Mai, um in eigener Halle den zweiten Triumph in Folge in der Königsklasse perfekt zu machen. "Ich bin guter Dinge, dass wir es schaffen und unseren Titel verteidigen können", sagt Kiels Rückraumstar Nikola Karabatic - wohlwissend, dass man auf einen mindestens ebenbürtigen Gegner trifft: "Ciudad hat vielleicht die stärkeren Individualisten, aber wir verfügen über das bessere Kollektiv."

Kräfteverschleiß durch viele Liga-Partien

Als Vorteil für die Norddeutschen könnte sich das Heimrecht im Rückspiel erweisen, ein Nachteil ist sicher die gegenüber den Spaniern höhere Spielbelastung aufgrund des größeren Ligabetriebs. Die hohe Zahl an Spielen hat nicht zuletzt bei Leistungsträgern wie Karabatic für erheblichen Kräfteverschleiß gesorgt. "Nikola ist ausgepowert", stellte THW-Coach Noka Serdarusic am Mittwoch nach dem 34:24-Sieg gegen die HSG Nordhorn fest: "Normalerweise protestiert er, wenn man ihn raus nimmt, aber da ist er ohne Murren auf die Bank gekommen - das sagt alles über seinen Fitnessstand."

Ähnlich geht es den meisten Stammspielern des Bundesliga-Tabellenführers, sodass Serdarusic die gelungene Generalprobe gegen Nordhorn denn auch nicht überbewerten wollte. "Eine solche Leistung wird gegen Ciudad nicht reichen", sagte der Erfolgstrainer, der mit seiner Mannschaft wie im Vorjahr das Triple aus Pokal, Meisterschaft und Champions League gewinnen will. Gleiches kann aber auch der Gegner aus der zentralspanischen Region La Mancha noch schaffen. Nach dem nationalen Cup-Gewinn sicherte sich das Team von Trainer Talant Duschebajew in dieser Woche durch einen Sieg über Erzrivale FC Barcelona vorzeitig die Meisterschaft und will nun nach dem Halbfinalerfolg gegen den HSV Hamburg das zweite deutsche Spitzenteam bezwingen. "Der Meistertitel motiviert natürlich ungemein, aber die Champions League steht über allem", sagte Klubchef Domingo Diaz de Mera Sport1.de.

Die Iberer, die dank der Mill. ihres Präsidenten zum reichsten Handballverein der Welt aufgestiegen sind (12 Mill. Euro Etat), eroberten 2006 schon einmal den europäischen Thron und wollen diesen Erfolg nun wiederholen. "Ciudad ist wirtschaftlich und sportlich die absolute Nummer eins. Aber auch wir haben uns sehr gut entwickelt. Die Chancen stehen 50 zu 50", sagt THW-Manager Uwe Schwenker.

© SID

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