Handball Champions League
THW Kiel deklassiert Barcelona

Der THW Kiel hat das Halbfinal-Hinspiel der Handball-Champions-League gegen Barcelona deutlich mit 41:31 (20:15) gewonnen. Bester Werfer des Titelverteidigers war Filip Jicha (9).

Der THW Kiel hat mit einer Galavorstellung gegen den spanischen Erzrivalen FC Barcelona das Tor zum Finale der Handball-Champions-League weit aufgestoßen. Im Hinspiel der Vorschlussrunde besiegte der Titelverteidiger die Katalanen in eigener Halle auch in der Höhe verdient mit 41:31 (20:15) und verschaffte sich damit eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag (16.45 Uhr) in Barcelona. In den drei bisherigen Duellen beider Klubs in der "Königsklasse" hatte der THW stets den Kürzeren gezogen.

Dennoch haderten die Kieler sogar ein wenig. "Wir hätten sogar noch besser dastehen können. 13 bis 14 Tore Vorsprung wären möglich gewesen", meinte Nationalspieler Dominik Klein: "Aber wir wollen nicht unzufrieden sein - wer hat Barca schon mal 40 Tore eingeschenkt. Jetzt müssen wir im Rückspiel die gleiche Leidenschaft zeigen und dort durch die Hölle gehen."

Mit einer überragenden Leistung im Rückraum legten die Gastgeber vor 10 250 Zuschauern in ausverkaufter Halle den Grundstein für ihren Erfolg. Vor allem der tschechische Nationalspieler Filip Jicha war von der Abwehr der Gäste nicht zu stoppen und ragte mit neun Treffern als erfolgreichster Werfer heraus. Im ersten Durchgang überzeugte zudem Nikola Karabatic als sechsfacher Torschütze, bis er wegen einer leichten Verletzung nach der Pause zum Zusehen gezwungen wurde. Daneben erwies sich Torwart Thierry Omeyer einmal mehr als sicherer Rückhalt seiner Mannschaft und entschärfte gleich zwei Dutzend Würfe der Spanier.

In der gesamten Partie mussten die Kieler nur beim 0:1 in der ersten Spielminute kurzzeitig einen Rückstand hinnehmen. Danach dominierten die Norddeutschen das Spiel gegen den siebenmaligen Champions-League-Sieger fast nach Belieben und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Spätestens ab Mitte der zweiten Spielhälfte wirkte "Barca" völlig konsterniert und hatte dem Angriffsfluss des THW nichts mehr entgegen zu setzen.

© SID

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