Handball Champions League
THW Kiel feiert Schützenfest in Tschechien

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat auch sein viertes Spiel in der Champions-League-Gruppe E für sich entschieden. Beim 50:26 in Tschechien bei HC Banik waren die Norddeutschen zu keiner Zeit gefährdet.

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat in der Champions League die letzten Zweifel am Achtelfinal-Einzug beseitigt und mit einem Rekordsieg Kurs auf den Erfolg in der Vorrunden-Gruppe E gehalten. Das Team von Trainer Noka Serdarusic feierte beim tschechischen Meister HC Banik Karvina ein 50:26 (24:13) und untermauerte mit dem vierten Sieg im vierten Spiel der "Königsklasse" seine Ambitionen. Noch nie zuvor hatte eine deutsche Mannschaft einen so hohen Sieg in der "Königsklasse" gefeiert.

Auch Bundesliga-Spitzenreiter VfL Gummersbach hat nach dem 37:35 (22:18) bei Sandefjord TIF/Norwegen beste Aussichten auf den Gruppensieg. Bereits am Donnerstag hatte die SG Flensburg-Handewitt ein 43:24 (23:12) über RK Metalurg Skopje aus Mazedonien gefeiert. Das Trio führt vor den letzten beiden Spieltagen seine jeweiligen Gruppen souverän mit 8:0 Punkten an.

Schwede Ahlm treffsicher

Vor 1 500 Zuschauern in Karvina besiegelten der Schwede Marcus Ahlm (8 Tore) und Nationalspieler Dominik Klein (7) als beste THW-Werfer den dritten Auswärtscoup. In einer von Beginn an einseitigen Partie bauten die Kieler ihre Führung über 22:12 (26.) bis zum 39:19 (47.) aus. Bereits das Hinspiel hatte der deutsche Meister klar gewonnen (44:25). "Vielleicht sollten wir immer morgens spielen. Das scheint uns zu liegen", sagte Außenspieler Henrik Lundström (6), während auch THW-Coach Noka Serdarusic nach dem dritten Auswärtscoup restlos zufrieden war: `"Die Tschechen wollten eine bessere Leistung als im Hinspiel zeigen. Aber wir haben das erfolgreich verhindert."

In einer von Beginn an einseitigen Partie bauten die bis zum Ende konzentriert agierenden Kieler ihre Führung über 22:12 (26.) bis zum 39:19 (47.) stetig aus. Den viel umjubelten 50. Treffer erzielte Linkshänder Christian Zeitz (6), der wegen Hüftproblemen den anstehenden World Cup der Nationalmannschaft abgesagt hatte, in der Schlusssekunde.

In den beiden noch ausstehenden Heimspielen in der Ostseehalle gegen GOG Gudme/Dänemark (2. November) und HC Constanta/Rumänien (12. November) wollen sich die "Zebras" den Gruppensieg und damit das Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel sichern.

Narcisse führt Gummersbach zum Sieg

Das ist auch das Ziel der Gummersbacher, bei denen in Norwegen der Franzose Daniel Narcisse (11) und Keeper Nandor Fazekas (20 Paraden) zu den Matchwinnern avancierten. "Daniel war überragend. Durch seine Schnelligkeit ist er nur schwer auszurechnen", schwärmte VfL-Trainer Alfred Gislason vom 26 Jahre alten Spielmacher, der seinen Abschied aus Gummersbach am Rande der Partie erneut bestätigte. Narcisse will nach der laufenden Saison "aus privaten Gründen" zurück zu seinem Stammverein Chambery und hofft, dass die Oberbergischen die Ein-Jahres-Option nach Ablauf des Vertrages im Sommer 2007 nicht ziehen.

Neben Narcisse sicherte der ungarische Keeper Fazekas den Sieg, als er bei einer 34:31-Führung (53.) gleich zwei Gegenstöße in Folge parierte. Zwar kamen die Skandinavier noch auf 35:36 (59.) heran, doch Momir Ilic besiegelte 20 Sekunden vor Schluss mit seinem sechsten Treffer den Auswärtserfolg. Ganz zufrieden war Trainer Gislason aber nicht. "Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir es manchmal zu locker genommen. Beim Spiel um den Gruppensieg in Celje am 11. November müssen wir uns steigern, sonst geben die uns eins mit", mahnte der Isländer.

© SID

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