Handball DHB-Pokal
Final Four fest in norddeutscher Hand

Titelverteidiger HSV Hamburg, Meister THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und SG Kronau-Östringen - diese vier Bundesligisten balgen sich am Wochenende beim Final Four in Hamburg um den ersten Titel des Jahres.

Im Norden der Republik ist das Handball-Fieber ausgebrochen. Wenn an diesem Wochenende beim Final Four in Hamburg der erste nationale Titel des Jahres vergeben wird, drängelt sich in Titelverteidiger HSV Hamburg, Meister THW Kiel und dem dreimaligen Cupsieger SG Flensburg-Handewitt halb Norddeutschland um die Trophäe. Einzig Außenseiter SG Kronau/Östringen hat einen nennenswerten Anreiseweg.

Die Kurpfälzer sind in einer Neuauflage des Vorjahresfinals im ersten Halbfinale am heutigen Samstag (13.00 Uhr/live im NDR und SWR) Gegner von Titelverteidiger HSV Hamburg und brachten sich mit einem 28:22 in der Bundesliga gegen MT Melsungen ebenfalls mit einem Sieg in Stimmung wie die Gastgeber. Die kamen zu einem 33:26 gegen den SC Magdeburg, bleiben damit erster Verfolger von Spitzenreiter Kieler (37:17 gegen die HSG Düsseldorf) - und sind für die Kollegen aus Kiel und Flensburg sogar der heißeste Anwärter auf den Pokaltriumph.

"Der HSV ist aufgrund des Heimvorteils und der personell entspannten Situation der große Favorit auf den Titel", sagte Flensburgs Manager Thorsten Storm, dessen Team sich mit dem 25:29 bei der HSG Nordhorn endgültig aus dem Meisterrennen verabschiedete und nun sogar um die erneute Champions-League-Qualifikaton bangen muss. In die gleiche Kerbe schlägt THW-Boss Uwe Schwenker, dessen Team seit 2000 auf den Pokaltitel wartet: "Der HSV ist der große Favorit", sagt er und blickt schon voraus: "Das Halbfinale am Samstag bildet den Auftakt zu den Kiel-Flensburg-Wochen."

Sechs deutsche Weltmeister dabei

Am Samstag ab 15.00 Uhr (live im NDR) bestreiten die Klubs zweite Halbfinale, das trotz aller Wertschätzung für den Pokal doch nur Aufgalopp ist für die großen Finalspiele in der Königsklasse am 22. und 29. April. Um sich dafür zu schonen, verzichteten beide Teams sogar schon im Vorfeld auf ein Platzierungsspiel um den dritten Rang. Der geht damit kampflos an den Verlierer des zweiten Semifinals zwischen der Kronau und dem HSV. "Wir werden hier aber nicht mit nur 69, 70 oder 80 Prozent spielen", so Schwenker.

Der Hamburger Weltmeister Pascal Hens, mit seinem Team im Finale um den europäischen Pokalsiegerwettbewerb, glaubt aber auch so an sein Team und den Finaleinzug am Sonntag (14.00 Uhr/live im ZDF): "Wir schweben über allen Wolken und wollen alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Es läuft bei uns derzeit einfach."

Zudem werden die meisten der 12 800 Zuschauer in der längst ausverkauften Colorline-Arena natürlich zum Gastgeber halten. Zum fünften mal findet das Final Four in der WM-Halle statt und ist spätestens seitdem auch zur echten Erfolgsstory geworden. Immerhin 24 WM-Teilnehmer dürfen die Fans in den vier Team bewundern, darunter 15 Medaillengewinner und sechs deutsche Weltmeister.

© SID

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