Handball DHB-Pokal
HSV Hamburg folgt THW Kiel ins Pokalfinale

Der HSV Hamburg und Titelverteidiger THW Kiel haben das Finale um den deutschen Handball-Pokal erreicht. Hamburg bezwang Nordhorn, Kiel schaltete die Rhein-Neckar Löwen aus.

Im Kampf um den deutschen Handball-Pokal stehen sich im Endspiel des Final Four am Sonntag (14.05 Uhr/live auf N3) erstmals der THW Kiel und Gastgeber HSV Hamburg gegenüber. In der Vorschlussrunde am Samstag setzte sich Cupverteidiger Kiel mit 38: 34 (24:19) gegen die Rhein-Neckar Löwen durch, während der HSV die HSG Nordhorn mit 34:32 (16:14) ausschaltete.

Da die Löwen wegen zahlreicher angeschlagener Spieler auf eine Partie um Platz drei verzichten, dürfen die Nordhorner als Trostpflaster auf einen Platz im europäischen Pokalsieger-Wettbewerb für die kommende Saison hoffen. Kiel und Hamburg spielen dann so gut wie sicher erneut in der Champions League.

Zittern bis zum Schluss

Anders als beim Sieg der Kieler entwickelte sich im zweiten Halbfinale ein äußerst spannendes Spiel, in dem sich keines der beiden Teams frühzeitig absetzen konnte. Zwar hatte der HSV zumeist knapp die Nase vorn, verpasste gegen den starken Nordhorner Keeper Peter Gentzel aber mehrfach die Chance, den Vorsprung entscheidend auszubauen. Auf der anderen Seite zeigte allerdings auch Nationaltorhüter Johannes Bitter eine starke Leistung und ebnete so seiner Mannschaft den Weg in ihr drittes Pokalfinale nach 2004 und 2006.

"Jetzt gehen wir erstmal ins Hotel und erholen uns. Und dann hoffen wir, dass wir dem THW am Sonntag Paroli bieten können", meinte Bitter. Sieggaranten im Spiel der Hanseaten waren Pascal Hens und Hans Lindberg, die mit je sieben Toren beste Werfer des deutschen Vizemeisters waren. Für Nordhorn erzielte derweil Nationalspieler Holger Glandorf (13) die meisten Treffer.

Zuvor hatten sich die "Zebras" in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels ohne große Mühe gegen die Löwen durchgesetzt und damit ihre Chance auf eine erfolgreiche "Triple-Verteidigung" in Pokal, Meisterschaft und Champions League gewahrt. Der Außenseiter aus Baden-Württemberg war dabei nur in der Anfangsphase sowie streckenweise in der zweiten Halbzeit ein ebenbürtiger Gegner. Unterdessen zeigte der THW vor allem im Angriff eine überragende Leistung und spielte die allzu offensive Deckung des Gegners ein ums andere Mal geschickt aus.

Nationalspieler Dominik Klein überzeugt

"Der Angriff hat über die erste und zweite Welle hervorragend funktioniert. Damit ist der Gegner einfach nicht zurecht gekommen", sagte THW-Coach Noka Serdarusic, der lediglich einige Schwächen in der Defensive seiner Mannschaft monierte. Erfolgreichste Werfer für Kiel waren dabei Nationalspieler Dominik Klein und der französische Rückraumstar Nikola Karabatic, die jeweils acht Tore erzielten. Im Team von Löwen-Trainer Juri Tschewtsow war Mariusz Jurasik mit neun Treffern der beste Torschütze.

Nach einem guten Start für die Süddeutschen, bei dem sie in den ersten zehn Minuten mehrmals in Führung lagen, konnte sich der THW Mitte der ersten Halbzeit immer weiter absetzen und mit fünf Toren Vorsprung in die Pause gehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit bauten die Kieler ihr Polster weiter aus, ehe die Löwen eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal herankamen, das Spiel aber nicht mehr wenden konnten.

© SID

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