Handball DHB-Pokal
Kronau Östringen und Hamburg im Pokal-Finale

Im Finale des DHB-Pokals treffen die SG Kronau/Östringen und der HSV Hamburg aufeinander. Die SG besiegte zuvor überraschend Meister THW Kiel, der HSV setzte sich gegen den SC Magdeburg durch.

Die SG Kronau/Östringen hat für eine große Handball-Überraschung gesorgt. Im DHB-Pokal schaltete die SG den deutschen Handball-Meister THW Kiel aus und steht somit erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des Wettbewerbs. Die Bayern besiegten den Bundesliga-Tabellenführer im Halbfinale des Final-Four mit 33:31 (15:14) und treffen im Endspiel am Sonntag (14.15 Uhr/live auf N3) auf den HSV Hamburg. Die Hanseaten hatten sich zuvor mit 31:30 (16:13) gegen den zweimaligen Cupgewinner SC Magdeburg durchgesetzt.

Gegen den Pokal-Schreck aus Bayern, der im Viertelfinale schon den VfL Gummersbach ausgeschaltet hatte, blamierte sich der THW bis auf die Knochen. Nachdem der haushohe Favorit schon in der ersten Halbzeit fast durchgehend einem Rückstand hinterhergelaufen war, konnte auch eine vorübergehende Leistungssteigerung nach der Pause den Schleswig-Holsteinern nicht den Sieg bescheren. Obwohl der dreimalige Pokalsieger (1998, 1999, 2000) in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel einen 14:15-Rückstand in eine 22:17-Führung (39. Minute) umwandelte, blieb die Partie bis zum Schluss spannend.

Denn selbst danach war der Widerstand der Kronauer noch nicht gebrochen. Fünf Minuten vor Spielende gingen die Süddeutschen beim 30:29 wieder in Führung und behaupteten den Vorsprung auch in der dramatischen Schlussphase. Erfolgreichster Torschütze bei den Kielern war Stefan Lövgren, der sieben Treffer erzielte. Bei Kronau/Östringen ragte Mariusz Jurasik mit elf Toren heraus.

Zuvor hatten die Hamburger den Heimvorteil in der mit 13 000 Zuschauern ausverkauften Color Line Arena genutzt und sich zum zweiten Mal nach 2004 die Finalteilnahme gesichert. 45 Minuten lang war der HSV dabei das klar bessere Team, während die Magdeburger die Partie erst in der Schlussphase noch einmal spannend machten. Beim 11:7 nach 20 Minuten lagen die Norddeutschen erstmals mit vier Treffern in Front und retteten trotz einer kurzen Schwächephase, in der der SCM einmal kurzzeitig in Führung ging (12:11), einen Drei-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb zog dank ihres glänzenden Spiels am Kreis nach dem Seitenwechsel weiter davon und sah durch eine Sechs-Tore-Führung Mitte der zweiten Hälfte schon wie der sichere Sieger aus, ehe es die Magdeburger mit ihrer Schlussoffensive noch einmal spannend machten. Linksaußen Stefan Kretzschmar sah in dieser Phase nach einem Foul an Roman Pungartnik die Rote Karte. Bester Werfer auf Seiten des HSV war Pungartnik mit sieben Treffern. Bei den Bördeländern traf Christoph Theuerkauf mit zehn Toren am häufigsten.

© SID

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