Handball DHB-Pokal
Top-Teams in Halbfinals des Final-Four-Turniers

Für die deutschen Top-Teams im Handball geht heute in Hamburg das Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal los. Den Klubs stößt dabei die "Terminhatz" im Saisonfinale sauer auf.

Die Konkurrenten im DHB-Pokal sind sich einig: Die Termine liegen für die deutschen Teams nicht besonders gut. Die Jagd nach dem "Pott" ab heute beim Final Four in Hamburg kommt für Titelverteidiger THW Kiel, Gastgeber HSV Hamburg, die HSG Nordhorn und Vorjahresfinalist Rhein-Neckar Löwen am Wochenende zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Denn auch die Meisterschaft geht in die heiße Phase und die Belastungen sind enorm groß. Dazu kommen noch die Entscheidungen in den europäischen Wettbewerben. Aus diesen Gründen sehen die Vertreter der Vereine den Zeitpunkt der Pokal-Endrunde kritisch. Nur für den Sieger wird sich der Aufwand am Ende gelohnt haben.

Angesichts der bevorstehenden Halbfinals in Champions League, Pokalsieger-Cup und EHF-Pokal befürchten alle vier Teams derweil eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung. "Die Spanier werden sich freuen", sagt THW-Manager Uwe Schwenker mit Blick auf die vier deutsch-spanischen Duelle in den Europacup-Wettbewerben. Ähnlich sehen es die anderen Klubs, die deshalb auch schon eine Verlegung der Pokal-Endrunde an das Saisonende forderten.

Lange Verletztenlisten überall

Dass die Belastungen ohnehin schon groß sind, belegen die langen Verletztenlisten der Top-Klubs. Ob Kiel, Hamburg, Nordhorn oder die Löwen - kein Team kommt ohne größere personelle Sorgen nach Hamburg. "Die Überbelastung und der Stress für Kopf und Körper sind ein Riesenproblem", prangert THW-Star Nikola Karabatic gegenüber Sport1.de die enorme Beanspruchung der Spitzenspieler an, die größtenteils auch noch in der Nationalmannschaft ihren Mann stehen müssen: "Wir haben nur noch Pause, wenn wir verletzt sind, das geht doch nicht."

Doch solche Gedanken sollen bei den Pokal-Halbfinals am heutigen Samstag (ab 13.00 Uhr/live auf N3) und dem Finale am Sonntag (14.00 Uhr) ausgeblendet werden. Stattdessen machen sich die Teams heiß auf den Titelgewinn. "Das ist ein absoluter Saisonhöhepunkt", sagt HSV-Trainer Martin Schwalb, der mit seiner Mannschaft den zweiten Titel nach 2006 anpeilt. Nationalspieler Pascal Hens erinnert sich noch gut an den Triumph vor zwei Jahren: "Ein wundervolles Erlebnis. Das würde ich gerne nochmal mitmachen.

Glandorf: "Kämpfen bis zum Umfallen"

Doch zuvor müssen sich die Hamburger in der Vorschlussrunde mit Nordhorn auseinandersetzen, das seinerseits von einem Erfolg träumt: "Wir werden kämpfen bis zum Umfallen", erklärt Nationalspieler Holger Glandorf. Wie einige seiner Teamkollegen wird auch der Rückraum-Riese der HSG angesichts einer Schulter-Blessur nicht hundertprozentig fit in die Partie gehen. Doch daran soll es nicht scheitern: "Wir wollen ins Finale, und da will ich unbedingt dabei sein."

Im zweiten Semifinale trifft der THW in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels auf die Rhein-Neckar Löwen, die in Hamburg im dritten Anlauf hintereinander endlich den ersten Titel wollen: "Wir sind Außenseiter, aber wir haben unsere Chance. Und die wollen wir nutzen", sagt Manager Thorsten Storm. Beim Favoriten aus Kiel stapelt man derweil etwas tief: "Die Chancen stehen 50:50", meint Mannschaftskapitän Stefan Lövgren: "Die Tagesform wird entscheiden."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%