Handball EM
Brand: "Hat Spaß gemacht, den Teamgeist zu sehen"

Deutschlands Handball-Weltmeister sind mit einem Kraftakt gegen Schweden ins Halbfinale der EM eingezogen. Im Interview äußert sich Heiner Brand auch zum Halbfinalgegner Dänemark.

Am Samstag trifft die deutsche Handball-Nationalmannschaft im Halbfinale der Europameisterschaft in Norwegen auf Dänemark. Vor der Partie äußert sich Bundestrainer Heiner Brand im Interview über das letzte Gruppenspiel gegen Schweden und den nächsten Gegner.

Frage: "Nach den schwachen Leistungen in den Partien zuvor war der Halbfinaleinzug Ihrer Mannschaft nicht unbedingt zu erwarten. Sind sie selbst überrascht?"

Heiner Brand: "Vor dem Turnier hätte ich nicht gesagt, dass das Halbfinale eine Überraschung wäre. Aber nach den gezeigten Leistungen ist das eine überraschende Halbfinal-Teilnahme. Und die Zweifel waren irgendwo berechtigt. Wir haben im gesamten Turnier zuvor außer in den ersten 25 Minuten gegen Island nie unser Leistungsvermögen abgerufen."

Frage: "Was hat den Ausschlag gegeben für den Sieg gegen Schweden?"

Brand: "Wir haben es geschafft, gegen die aggressive Deckung Akzente zu setzen und haben den Qualitätsnachweis abgeliefert. Das war bisher nur in der Defensive und in Sachen Kampfkraft so. Und es hat Spaß gemacht, den Teamgeist zu sehen."

Frage: "Ihre Mannschaft ging schon vor dem Ende der Partie nur noch am Stock. Bekommen Sie überhaupt noch ein Team zusammen?"

Brand: "Da zeigt sich, dass der Modus schnell geändert werden muss. Drei Hauptrundenspiele an drei Tagen, das kann nicht sein. Das mindert den sportlichen Wert der EM, und man muss sich ganz, ganz schnell etwas anderes überlegen. Aber es ist trotzdem toll, was die Sportler leisten."

Frage: "Wer ist jetzt mehr gefordert - die medizinische Abteilung oder Sie?"

Heiner Brand: "Ich bin nie gefordert. Es ist die medizinische Abteilung, die hier toll gearbeitet hat bis tief in die Nacht und keine Pause macht, außer mal zum Essen."

Frage: "Sind nun auch die letzten Zweifler zur Ruhe gebracht, die behauptet hatten, Deutschland sei vor einem Jahr nur wegen des Heimvorteils Weltmeister geworden?"

Brand: "Das waren Dummschwätzer. Natürlich haben wir auch von der Unterstützung der Zuschauer profitiert, so wie die Norweger jetzt auch. Aber wir haben die Zweifler zur Ruhe gebracht."

Frage: "Was erwarten Sie gegen Dänemark? Ist es von Vorteil, dass Sie in der Vorbereitung zweimal gegen die Dänen gespielt haben?"

Brand: "Ich kann nicht sagen, ob das ein Vor- oder Nachteil ist. Die Dänen müssen gut sein, sonst wären sie nicht Gruppenerster in der Hauptrunde geworden. Das wird ein schöner Fight werden. Aber wir werden gut gelaunt und optimistisch ins Spiel gehen."

© SID

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