Handball EM
Ciudad Real eine Nummer zu groß für Gummersbach

Die Nummer eins im europäischen Handball kommt aus Spanien. Im Finale der Vereins-Europameisterschaft schlug Champions-League-Sieger Ciudad Real in der Kölnarena den deutschen Rekordmeister VfL Gummersbach mit 36:31.

Die erhoffte Überraschung für den VfL Gummersbach blieb aus. Der deutsche Handball-Rekordmeister hat bei der Vereins-Europameisterschaft in der Kölnarena das Finale verloren. Der mit einer Wildcard ins Turnier der Sieger der europäischen Klubwettbewerbe gestartete Gastgeber unterlag Titelverteidiger und Topfavorit Ciudad Real 31:36 (13:18). Der spanische Champions-League-Sieger strich zudem die Siegprämie von 35 000 Euro ein, während dem VfL 20 000 Euro blieben. Im kleinen Finale hatte EHF-Pokalsieger TBV Lemgo zuvor Pokalsiegercup-Gewinner Medwedi Moskau 37:33 (17:20) bezwungen.

Dzomba mit zehn Treffern bester Schütze

Vor 15 108 Zuschauern im Endspielort der Handball-WM 2007 dominierte Ciudads Starensemble das Geschehen von Beginn an und hatte in dem kroatischen Olympiasieger Mirza Dzomba (10) seinen besten Schützen. Auf der anderen Seite ließ das VfL-Team von Trainer Alfred Gislason, der als früherer Coach des SC Magdeburg 2001 und 2002 die beiden letzten deutschen Triumphe in dem Wettbewerb feierte, seine Torchancen gegen die Sieben von Spielertrainer Talant Duschebajew dagegen reihenweise aus. Vier VfL-Akteure trafen sechsmal, darunter auch Rückraumspieler Daniel Narcisse, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.

Der mehrmalige Europapokalsieger aus Gummersbach, der am Samstag im Halbfinale Lemgo mit 34:33 denkbar knapp ausgeschaltet hatte, wartet damit weiter seit nunmehr 23 Jahren auf einen internationalen Titel. Der bislang letzte Erfolg gelang dem VfL beim Vorgängerwettbewerb der Vereins-EM 1983. Moskau-Bezwinger Ciudad Real dagegen kann seinen Briefkopf mit einem weiteren Titel schmücken und untermauerte seine Stellung als europäisches Ausnahmeteam.

Lemgo sicherte sich Platz drei

Im Spiel im Platz drei bot der TBV Lemgo gegen den russischen Meister Medwedi Moskau eine starke Leistung. Die spielstarken Osteuropäer dominierten zwar die erste Hälfte, doch die Ostwestfalen fanden vor allem dank der zehn Treffer von Linksaußen Michael Binder und ihren starken Torhütern Carsten Lichtlein sowie Jörg Zereike den Weg auf die Siegerstraße. Lemgo erhielt für den dritten Platz 10 000 Euro Prämie, während die Russen immerhin noch 5 000 Euro verdienten.

Vor dem ersten Anwurf hatten Europas Topklubs bereits die Weichen für eine bessere gemeinsame Interessenvertretung gestellt. In Düsseldorf wurde nach dem Vorbild der G14 im europäischen Fußball die Group Club Handball gegründet. Aus Deutschland sind neben Lemgo auch Meister THW Kiel, der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt vertreten. THW-Manager Uwe Schwenker ist einer von zwei Vizepräsidenten, als Geschäftsführer fungiert der bisherige Spielerberater Gerd Butzeck.

© SID

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