Handball EM
Deutsche Handballer ziehen in EM-Hauptrunde ein

Die deutschen Handball-Herren haben bei der EM in der Schweiz den Einzug in die Hauptrunde perfekt gemacht. Gegen den EM-Debütanten Slowakei setzten sich die DHB-Herren mit 31:26 (18:15) durch.

Nach dem Unentschieden im ersten Gruppenspiel gegen Weltmeister Spanien haben die deutschen Handball-Herren bei der EM in der Schweiz (bis 5. Februar) ihren ersten Sieg gefeiert und damit den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde geschafft. Gegen den EM-Debütanten Slowakei kam der ersatzgeschwächte Titelverteidiger in Basel zu einem 31:26 (18:15)-Erfolg. Mit 3:1 Punkten kann das Team von Bundestrainer Heiner Brand selbst bei einer Niederlage im abschließenden Gruppenspiel am Sonntag gegen den WM-Dritten Frankreich (15.15 Uhr/live im ZDF) nicht mehr von einem der ersten drei Gruppenplätze verdrängt werden. Gleiches gilt für Spanien und Frankreich, deren Duell der WM-Champion 29:26 (17:9) gewann.

Vor 6 500 Zuschauern in der St. Jakobshalle besiegelten Andrej Klimowets (7 Tore/Kronau-Östringen) und Michael Kraus (5/Göppingen) als beste deutsche Werfer den sechsten Sieg im siebten Duell mit den Slowaken. Mit einem Erfolg über die "Equipe Tricolore" am Sonntag könnte sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) neben dem Sieg in der Staffel B auch eine ideale Ausgangsposition für die nächste Turnierphase verschaffen.

Dennoch war der Bundestrainer nicht ganz zufrieden. "Uns hat die Lockerheit gefehlt. Trotzdem ist die Erleichterung groß, dass wir in der Hauptrunde stehen. Das war unser Ziel. Vielleicht können wir jetzt die eine oder andere Mannschaft ärgern", sagte Brand.

Halbfinal-Einzug ist möglich

"Ich halte sogar das Erreichen des Halbfinals für möglich, wenn alles stimmt und wir kämpferisch weiter so überzeugen", erklärte DHB-Präsident Ulrich Strombach ungeachtet der Verletzungsmisere. In der am Dienstag in Basel beginnenden Hauptrundengruppe I könnten auf den WM-Neunten die gastgebenden Schweizer mit dem früheren Bundestrainer Arno Ehret, Vize-Europameister Slowenien, Polen oder die Ukraine warten.

Dabei musste das Brand-Team gegen die Slowakei gleich in der 4. Minute eine Schrecksekunde überstehen, als sich Rückraumspieler Pascal Hens (Hamburg) bei einer Abwehraktion den Ringfinger der Wurfhand auskugelte, eine Viertelstunde ausfiel, dann aber weiterspielen konnte. Trotz einer 7:4-Führung (9.) offenbarte der Titelverteidiger, der wegen des Todes von Alt-Bundespräsident Johannes Rau mit Trauerflor spielte, große Schwächen im Abschluss. Im "wichtigsten Spiel des Turniers" (Brand) kamen die Slowaken deshalb immer wieder zum Anschluss.

Keeper Henning Fritz überzeugt

Unmittelbar nach dem Wechsel erarbeite sich die deutsche Mannschaft auch dank des starken Keepers Henning Fritz (Kiel) erstmals eine Sechs-Tore-Führung (21:15/33.), konnte aber in der Folge nicht entscheidend davonziehen. Erst eine Steigerung in der Abwehr brachte letztlich die Entscheidung zugunsten des Favoriten.

Strombach hält vor allen Dingen mit Blick auf die Heim-WM 2007 ein erfolgreiches Abschneiden des Olympia-Zweiten für wichtig. "Bei dieser EM werden wesentliche Eckpfeiler für die Welttitelkämpfe im kommenden Jahr gesetzt´, erklärte der DHB-Boss und will auch die Personalnot nicht als Entschuldigung gelten lassen. Strombach: "Für eine deutsche Mannschaft kann eine Europameisterschaft nicht nur eine Durchgangsstation sein, egal unter welchen Voraussetzungen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%