Handball EM
Deutschland feiert hohen Sieg zum EM-Quali-Auftakt

Zum Auftakt der Qualifikation für die EM 2010 hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft auch ohne zahlreiche Stars gegen Bulgarien einen deutlichen 42:11-Sieg eingefahren.

Mit einer neuen Generation haben Deutschlands Handballer zweieinhalb Monate nach dem Vorrunden-Aus bei Olympia in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der mit zahlreichen Youngstern angetretene Weltmeister feierte am Mittwochabend in Wetzlar einen 42:11 (22:4)-Pflichtsieg gegen den international drittklassiegen Aufbaugegner Bulgarien und damit einen gelungenen Auftakt in die Qualifikation für die EM 2010 in Österreich.

Beste Werfer beim "Scheibenschießen" des Deutschen Handball-Bundes (DHB) waren mit jeweils fünf Treffern die beiden Rückraumspieler Lars Kaufmann und Michael Müller sowie die beiden Außen Dominik Klein, Christian Sprenger und Sebstian Preiß. Bis auf Abwehrrecke Oliver Roggisch trugen sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein.

Erster richtiger Gradmesser wird für das neuformierte Team von Bundestrainer Heiner Brand aber am Sonntag (17.00 Uhr) Slowenien, Gegner des EM-Finals 2004 in Celje. In der Fünfer-Gruppe, in der auch noch Weißrussland und Israel spielen, lösen die beiden besten Mannschaften die EM-Tickets.

Deutschland ohne Mühe

Gegen Bulgarien hatte das DHB-Team vor 4 100 Zuschauern nie Mühe. Schnell gingen die Gastgeber mit 6:0 in Führung. Das erste Gegentor kassierte Carsten Lichtlein im deutschen Tor erst nach knapp zehn Minuten. Bis zur Halbzeit wurde der Vorsprung auf 22:4 ausgebaut.

Dabei hatte Brand beim eingeleiteten Umbruch auf einige Stars wie Henning Fritz, Florian Kehrmann oder Christian Zeitz verzichtet. Zudem fehlten der am Knie verletzte Holger Glandorf, Torsten Jansen nach einer Zahnoperation sowie der Langzeitverletzte Pascal Hens. Insgesamt standen nur noch sieben WM-Helden von 2007 sowie fünf Spieler aus Peking im Aufgebot. Stammkeeper Johannes Bitter wurde geschont.

Die Nichtberücksichtigung einiger Etablierter bezeichnete Brand zwar als "nichts Endgültiges", dennoch bezeichnete der Coach einen Neuaufbau als unausweichlich. Zudem dürfte die Pause für einige Stars auch ein Denkzettel sein. "Einigen hat zuletzt das nötige Quäntchen Begeisterung gefehlt", begründete Brand seinen Schritt.

Brand als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet

Vor der Partie konnte Brand noch eine Auszeichnung als "Trainer des Jahres" entgegennehmen. Der Preis des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), der mit 10 000 Euro verbunden ist, wurde von Dosb-Vizepräsident Eberhard Gienger übergeben.

© SID

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