Handball EM
Deutschland gegen Norwegen um den Gruppensieg

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Damen trifft bei der EM im schwedischen Göteborg auf Norwegen. In der Partie gegen den Weltmeister geht es für die Mannschaft um 16.30 Uhr um den Gruppensieg.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Damen trifft bei der EM in Schweden heute auf Weltmeister Norwegen. Im abschließenden Gruppenspiel (16.30 Uhr/live im DSF) in Göteborg geht es um den Gruppensieg.

"Das ist ein offener Schlagabtausch. Aber natürlich ist Norwegen eine harte Nuss und zählt für mich ganz klar zu den Titelfavoriten", meinte Bundestrainer Armin Emrich. Seine Mannschaft muss im Scandinavium am Sonntag gegen den ebenfalls noch verlustpunktfreien zweimaligen Europameister aus Skandinavien gewinnen, um sich den Sieg in der Gruppe B zu sichern und mit der optimalen Punkteausbeute in die Hauptrunde einzuziehen.

Den vorzeitigen Sprung in die nächste Turnierphase hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Freitagabend in einer Zitterpartie gegen Slowenien (31:30) besiegelt. Auch am spielfreien Samstag lief Matchwinnerin Nora Reiche, die 17 Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum Endstand verwandelte, beim Gedanken an die entscheidende Szene ein Schauer über den Rücken. "Vielleicht war es mehr Glück als Verstand. Ich bin erleichtert, denn so abgezockt bin ich gar nicht", erzählte die Leipzigerin und betonte: "Solche Siege sind doch mehr wert als deutliche Ergebnisse."

Horrorfilm zur Ablenkung

Als hätte der zweite Erfolg im zweiten EM-Spiel nicht schon genug Nerven gekostet, versammelten sich etliche Spielerinnen am späten Abend noch im Foyer des Scandic-Hotels Mölndal und schauten sich zusammen ausgerechnet den Horrorfilm "Saw II" an. Die unmittelbare Vorbereitung auf den Klassiker gegen Norwegen verlief dann am Samstag wesentlich besinnlicher. Einem lockeren Training am Mittag folgte der Besuch eines Weihnachtsmarktes in Liseberg.

Gesprächsthema war aber auch dort immer wieder der hauchdünne Erfolg über Slowenien. "Früher hätten wir solche Spiele noch verloren", sagte Dänemark-Legionärin Grit Jurack.

Auch bei Emrich überwogen trotz der Tatsache, dass seine Schützlinge eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung verspielten, die positiven Eindrücke. "Wir waren in entscheidenden Momenten in der Lage, mit Mut und positiver Energie dieses Stress-Spiel zu gewinnen", lobte der Bundestrainer die Einstellung des WM-Sechsten und fügte an: "Es spricht für die Mannschaft, dass sie sich nie aufgegeben hat."

Die Norwegerinnen haben indes trotz ihrer beiden Kantersiege gegen Polen (32:21) und Slowenien (43:20) großen Respekt vor der Emrich-Equipe. "Deutschland stellt eine starke Mannschaft. Sie sind neben uns das beste Team in der Gruppe. Wir werden uns von der besten Seite zeigen müssen, um sie zu schlagen", meinte Norwegens Trainerin Marit Breivik.

© SID

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