Handball EM: Deutschland nach Sieg gegen Russland auf Rang fünf

Handball EM
Deutschland nach Sieg gegen Russland auf Rang fünf

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM in der Schweiz das Spiel um Platz fünf gewonnen. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand kam gegen Russland zu einem 32:30 (16:18)-Erfolg.

Mit einem erfreulichen fünften Platz haben die deutschen Handball-Herren die Europameisterschaft in der Schweiz beendet. Im Platzierungsspiel gegen den Olympiadritten Russland siegte die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand 32:30 (16:18) und feierte den fünften Sieg im siebten Turniermatch. Zudem schaffte Deutschland durch den Erfolg die direkte Qualifikation für die EM 2008 in Norwegen.

"Das ist angesichts unserer Verletzungsmisere ein ganz toller Erfolg. Ich kann nur den Hut vor dieser Mannschaft ziehen", lobte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier und blickte bereits Richtung Heim-WM 2007: "Unser Auftreten war eine schöne Vorlage für nächstes Jahr".

Zufrieden mit der EM-Bilanz war auch Heiner Brand: "Ich bin sehr, sehr froh über diesen fünften Platz. In der Pause musste ich allerdings etwas lauter werden, denn in der ersten Halbzeit waren wir zu apathisch. Dann haben wir uns wieder zurückgekämpft. Mein besonderes Lob gilt Zeitz und Hens". Zeitz bester Werfer

Vor 6 500 Zuschauern im Hallenstadion besiegelten der überragende Kieler Zeitz mit zwölf Toren sowie der ebenfalls starke Hamburger Pascal Hens (10) und Keeper Johannes Bitter (Magdeburg) den 20. Erfolg im 40. Duell mit den Russen. Zwei Tage nach dem geplatzten Halbfinal-Traum konnte der Olympia-Zweite in der Abwehr zunächst nicht an die glänzenden Vorstellungen der verlustpunktfrei überstandenen Hauptrunde anknüpfen. Der Europameister von 1996 aus Russland nutzte dies und erspielte sich in der 22. Minute sogar eine Fünf-Tore-Führung (15:10).

Nach dem Wechsel leistete sich die DHB-Auwahl zunächst große Schwächen im Abschluss und konnte unter anderem zwei Siebenmeter zum möglichen Ausgleich nicht verwandeln. Doch mit vier Treffern in Folge zum 25:22 (46.) sorgte der sehr treffsichere Linkshänder Zeitz fast im Alleingang für die Vorentscheidung.

Mit einem gemeinsamen Abendessen am Samstagabend (Brand: "Da wird es ein paar lobende Worte geben") endete das Unternehmen EM für die Nationalspieler, die sich am Sonntagmorgen per Flugzeug oder Leihwagen auf die Heimreise machen wollten.

WM-Vorbereitung beginnt schon im April

Bereits im April beginnt mit einem Trainingslager sowie einem Vierländer-Turnier in Paris die Vorbereitung auf die bisher längste WM in Deutschland (19. Januar bis 4. Februar 2007). "Wir haben bis dahin trotz unseres erfreulichen Abschneidens bei der EM noch viel zu tun", mahnte Brand, der vor allen Dingen die Athletik seiner Spieler für verbesserungswürdig hält. "Im Zweikampf haben uns zum Beispiel die Franzosen noch einiges voraus", weiß der 53-Jährige. Vor einem halben Jahr hat Brand sein Team deshalb mit individuell zugeschnittenen Trainingsplänen zur Verbesserung der physischen Komponente ausgestattet.

© SID

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