Handball EM: Deutschlands Handballer vor der EM zuversichtlich

Handball EM
Deutschlands Handballer vor der EM zuversichtlich

Deutschlands Handball-Weltmeister sind zuversichtlich. Bereits vor der heute beginnenden EM in Norwegen (bis 27. Januar) regierte im Team von Bundestrainer Heiner Brand Zuversicht und Vorfreude.

Besser konnten die Zeichen für Deutschlands Handball-Weltmeister kaum stehen: Die Generalprobe für die heute beginnende EM in Norwegen (bis 27. Januar) ist geglückt, der Kader fast vollständig genesen und Bundestrainer Heiner Brand zeigt sich glücklich und zuversichtlich.

"Der Sieg im Abschlusstest ist noch einmal gut fürs Selbstbewusstsein und zeigt, dass wir die letzten Tage genutzt haben, um uns in vielen Bereichen zu verbessern", erklärte Heiner Brand nach dem 34:24 über den WM-Dritten Dänemark zum Ende der EM-Vorbereitung am Sonntag in Kiel.

Einen Tag vor dem Gruppenauftakt gegen Weißrussland heute (17.15/live im ZDF) waren auch die zuletzt angeschlagenen Florian Kehrmann (Jochbeinprellung), Pascal Hens (Knieprellung) und Christian Zeitz (Schulter) im Abschlusstraining mit an Bord. Nur beim Kieler Zeitz müsse man abwarten, wie er die Belastung verdaue, so Bundestrainer Heiner Brand. Kapitän Markus Baur, der aus privaten Gründen noch ein bisschen länger in der Heimat bleiben durfte, wurde am Mittwochabend im Mannschaftshotel erwartet.

Fünf Siege in sieben Spielen gegen Weißrussland

Bleibt die große Unbekannte Weißrussland. In bislang sieben Spielen gab es fünf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. "Sie sind seit Jahren keine feste Größe mehr im internationalen Geschehen. Die Anspannung und die Ungewissheit sind wie vor jedem ersten Spiel bei einem Turnier da", meinte Brand. Der Erfolgstrainer und seine Weltmeister fühlen sich im verregneten Bergen wohl, die Konzentration steigt stündlich. "Die Anspannung nimmt zu, je näher man dem ersten Spiel kommt. Wir sind froh, wenn es losgeht", sagte Rückraumass Pascal Hens.

Wie der Hamburger sieht auch Rechtsaußen Florian Kehrmann, nach seiner schweren Jochbeinprellung noch mit einem kleinen Veilchen unter dem linken Auge, die Partie gegen Weißrussland aber als "Pflichtaufgabe". Die geht Heiner Brand ohne Torhüter Carsten Lichtlein, Lars Kaufmann sowie Rolf Hermann (alle TBV Lemgo) an und nominierte damit nur 15 statt der möglichen 16 Spieler für den Auftakt. "Ich will die Möglichkeit haben noch zu reagieren, wenn in der Vorrunde etwas passiert", begründete Brand den Schritt. Insgesamt ist die DHB-Auswahl sogar mit 18 Spielern nach Norwegen gereist. Nach der Vorrunde besteht die Möglichkeit, zwei Spieler auszutauschen, nach der Hauptrunde darf noch einmal gewechselt werden.

Keine Entscheidung hat Brand über die Torhüterposition getroffen. "Das weiß ich selbst noch nicht", meinte er auf die Frage, ob der bei der Generalprobe gegen Dänemark überragende Hamburger Johannes Bitter oder der alte Stammtorwart Henning Fritz von den Rhein-Neckar Löwen beginnen wird.

Samstag gegen Ungarn

Nach dem Auftakt gegen Weißrussland, das in Bundesliga-Legionär Sergej Harbok von den Rhein-Neckar Löwen im Rückraum seinen gefährlichsten Spieler aufbietet, folgt am Samstag die Partie gegen den WM-Neunten Ungarn (18.15/live in der ARD). Zum Vorrundenabschluss steht in einer Neuauflage des WM-Viertelfinals das nächste Duell mit Ex-Weltmeister Spanien an (16.30/live in der ARD). Jeweils drei Teams aus den vier Vorrundengruppen kommen in die Hauptrunde. Dort würden in Trondheim Brocken wie Frankreich, Island und Rekord-Europameister Schweden auf die Deutschen warten und mit ihnen um einen von zwei Halbfinalplätzen streiten.

Die Euphorie nach dem letztjährigen WM-Titel will der Coach dennoch nicht zu groß werden lassen. "In Norwegen sind einige Mannschaften dabei, die uns schlagen können", meint Brand und erwartet auch in der Vorrunde keinen Spaziergang seines Teams: "Das wird kein Selbstläufer: Spanien zählt zu den Topfavoriten, Ungarn ist sehr unangenehm, und auch Weißrussland ist keinesfalls zu unterschätzen."

© SID

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