Handball EM
DHB-Damen verpassen gegen Russland Final-Einzug

Die DHB-Damen sind bei der EM in Schweden im Halbfinale gescheitert. Gegen Weltmeister Russland setzte es eine 29:33-Niederlage für die Emrich-Truppe, die am Sonntag gegen Frankreich um Bronze spielt.

Am Ende blieb die große Überraschung aus: Die deutschen Handball-Damen sind bei der Europameisterschaft in Schweden nur knapp im Halbfinale gescheitert. Gegen Weltmeister Russland zog die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich trotz großen Kampfes mit 29:33 (13:16) am Ende den Kürzeren und spielt nun am Sonntag (13.30 Uhr, live im DSF) gegen Frankreich um Bronze. Die Französinnen kassierten im zweiten Halbfinale eine 24:28 (12:15)-Niederlage gegen Norwegen, das nun im Finale gegen Russland am Sonntag (16.00 Uhr) seinen Titel erfolgreich verteidigen kann.

Nach fünf Siegen aus sechs Turnierspielen - die zuvor einzige Niederlage gab es in der Vorrunde gegen die Norwegerinnen - war der EM-Favorit aus Russland schließlich eine Nummer zu groß für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Mit dem dritten Platz könnte die Mannschaft aber die beste EM-Platzierung nach Silber 1994 im eigenen Land perfekt machen.

"Wir haben heute gegen den Weltmeister gespielt und trotzdem unsere Chancen gehabt, das wollen wir für das letzte Spiel mitnehmen", meinte Emrich und zollte seiner Mannschaft Respekt: "Sie haben sich hier sehr gut präsentiert und verkauft. Am Ende fehlte uns etwas der kühle Kopf."

Ticket für WM 2007 gelöst

Die letzte internationale Medaille gewann die DHB-Auswahl vor neun Jahren mit Bronze bei der Heim-WM. Komplett leer ausgehen werden die Emrich-Damen aber ohnehin nicht, denn das Ticket für die WM 2007 in Frankreich sowie die Europameisterschaft ein Jahr später in Mazedonien hatten sie sich mit dem Einzug in die Vorschlussrunde bereits gesichert.

Vor 4 000 Zuschauern im Stockholmer "Globen" konnten auch Grit Jurack mit acht und Maren Baumbach mit fünf Treffern die Niederlage gegen die weiter unbesiegten Russinnen nicht verhindern. Bis zur 20. Minuten war die Partie zwar noch völlig offen und die offensive deutsche Abwehr bereitete dem Gegner sichtlich Probleme. Doch dann zog die Mannschaft von Trainer Jewgeni Trefilow erstmals auf drei Tore davon (22. Minute).

Auf deutscher Seite, wo Kreisläuferin Anja Althaus nach ihrer Entzündung am Fuß in das Aufgebot zurückgekehrt war, häuften sich die Schwächen im Abschluss, praktisch mit dem Halbzeitpfiff vergab die bislang beste Turniertorjägerin Nadine Krause noch einen Siebenmeter gegen die russische Keeperin Inna Suslina.

"Zu viele Fehler gemacht"

Zwar kamen die deutschen Damen, die fast jeden Treffer auch von der Bank aus lautstark bejubelten, im zweiten Durchgang zwischenzeitlich noch einmal bis auf eim Tor heran, doch als Suslina vor allem die flachen Würfe der Deutschen immer besser parierte und die Russinnen stets zum richtigen Zeitpunkt trafen, war der Rückstand schnell wieder angewachsen. "Wir haben in den entscheidenden Phasen einfach zu viele Fehler gemacht", meinte Armin Emrich.

Auch der Wechsel von der am Samstag etwas glücklosen Sabine Englert im deutschen Tor zu Clara Woltering brachte in den letzten 20 Minuten nicht mehr die Wende. Mit großem Kampfgeist schafften die Deutschen es lediglich, zwischenzeitlich noch einmal auf zwei Tore heranzukommen.

© SID

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