Handball EM
DHB-Frauen setzen Siegeszug fort

Die Frauen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) haben bei der EM auch ihr zweites Hauptrundenspiel gewonnen. Nach dem deutlichen Sieg über Ungarn ließ die DHB-Auswahl auch Österreich beim 34:22 (19:11) keine Chance.

Bei der Europameisterschaft in Schweden steuern die deutschen Handballerinnen weiter auf Halbfinalkurs. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gewann auch ihr zweites Spiel in der Hauptrundengruppe I deutlich mit 34:22 (19:11) gegen Österreich.

Ein Sieg fehlt zum Halbfinaleinzug

Nach dem Erfolg gegen Österreich fehlt der Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich bei den Titelkämpfen in Schweden noch ein Sieg zum Einzug ins Semifinale. Die Entscheidung fällt am Donnerstag im abschließenden Hauptrundenspiel gegen Außenseiter Mazedonien (17.00 Uhr/live im DSF). 1994 hatten die deutschen Frauen mit Silber im eigenen Land zum bislang letzten Mal eine EM-Medaille gewonnen. Drei Jahre später standen die DHB-Frauen als Dritte bei der Heim-WM letztmals auf dem Siegerpodest.

Daran wollte Armin Emrich am Mittwoch aber noch nicht denken. "Für uns ist hier jedes Spiel ein Endspiel. Und wir werden jetzt nicht den Fehler machen und anfangen zu rechnen", meinte der Coach, der zugab, vor der Partie "sehr nervös" gewesen zu sein. "Aber wir haben insgesamt eine stabile Mannschaftsleistung gezeigt, vor allem die Abwehr war sehr konzentriert. Sonst hätte das auch in die Hose gehen können."

Krause und Wörz am treffsichersten

Einen Tag nach der Glanzleistung beim 34:27 gegen den WM- und EM-Dritten Ungarn tat sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vor 800 Zuschauern in Göteborg gegen die vom Nürnberger Bundesliga-Trainer Herbert Müller betreuten Österreicherinnen zunächst schwer.

Doch vor allem die wieder mal überragende WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (8) und Nina Wörz (5) als beste Werferinnen führten ihr Team schließlich zum vierten Sieg im fünften Turnierspiel. Mit zunehmender Spieldauer waren die Österreicherinnen, die mit zwei Bundesliga-Legionärinnen vom Müller-Klub Nürnberg angetreten waren, überfordert und hatten den konzentrierten Deutschen nichts entgegenzusetzen.

Mit Videoanalysen, leichtem Jogging und Mittagsruhe hatten sich die deutschen Damen gewissenhaft vorbereitet, von Euphorie wollten sie nach dem Ungarn-Sieg noch nichts wissen. Die Anspannung war gegen Österreich dann trotz zuletzt sechs Siegen in sechs Spielen gegen den Nachbarn auch merklich hoch und die Fehlerquote höher als am Vortag.

Torhüterin Englert in Glanzform

Sabine Englert im Tor, die in der erst zweiten Partie nach ihrem Daumenbruch wieder zu Höchstform auflief, parierte aber allein im ersten Durchgang die Hälfte der gegnerischen Würfe und verlieh der wieder starken Abwehr damit zusätzlichen Rückhalt.

Vor der Partie hatte Ungarn mit einem 37:21-Sieg über Polen die Hoffnungen der deutschen Damen zu Nichte gemacht, mit einem Sieg schon vorzeitig das Halbfinalticket buchen zu können. Nun muss auch noch der Erfolg gegen Mazedonien her, das erstmals seit 1998 wieder an einer EM teilnimmt, um einen der ersten beiden Plätze in der Hauptrundengruppe I zu sichern. Tabellenführer ist derzeit das noch ungeschlagene Norwegen, das dem DHB-Team im letzten Vorrundenspiel die bislang einzige Niederlage in Schweden beigebracht hatte.

© SID

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