Handball EM
DHB-Team nach Arbeitssieg im EM-Halbfinale

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM in Göteborg das Halbfinale erreicht. Beim 23:20 (10:10)-Sieg gegen Außenseiter Mazedonien musste das DHB-Team aber lange zittern. Nächster Gegner ist Russland.

Für die deutschen Handball-Damen geht die Erfolgsserie bei der EM in Göteborg (Schweden) weiter. Durch einen Zittersieg steht das DHB-Team jetzt im Halbfinale. Im abschließenden Hauptrundenspiel bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich Außenseiter Mazedonien mit 23:20 (10:10) und fordert nun am Samstag (17.00 Uhr) in Stockholm Weltmeister Russland.

WM-Ticket für 2007 ist schon sicher

Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) 1994 mit Silber im eigenen Land eine Medaille bei einer Europameisterschaft gewonnen. Das Ticket für die WM 2007 in Frankreich im kommenden Jahr sowie die EM 2008 hat das Emrich-Team mit dem Halbfinaleinzug zumindest sicher.

"Gratulation an die Mannschaft. Heute Abend dürfen die Mädels auch ein Glas Sekt trinken, wenn sie wollen", meinte Emrich, mahnte aber zugleich: "Wir wollen uns jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen." Trotz des lange offenen Spiels habe er gegen Mazedonien immer das Gefühl gehabt, "dass die Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt das Tor macht".

Vor 1 200 Zuschauern im Scandinavium von Göteborg tat sich die deutsche Mannschaft nach den überzeugenden Hauptrundensiegen gegen den WM- und EM-Dritten Ungarn (34:27) sowie Österreich (34:22) unerwartet schwer und schaffte erst in der zweiten Hälfte die Entscheidung.

Jurack trifft neunmal

Dänemark-Legionärin Grit Jurack war mit neun Toren beste deutsche Werferin, die zuvor überragende WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Bayer Leverkusen) traf diesmal erst zu Beginn der zweiten Halbzeit erstmals das Tor. Am Ende trug sie vier Treffer zum fünften Sieg im sechsten Turnierspiel bei.

Besser war in der Hauptrundengruppe I nur Norwegen. Der Titelverteidiger gewann zum Abschluss mit 34:31 gegen Ungarn und sicherte sich den ersten Platz vor Deutschland. Damit waren auch die Hoffnungen der DHB-Auswahl dahin, einem Duell mit den Russinnen aus dem Weg gehen zu können.

Der 256-malige Nationaltorhüter Andreas Thiel, der die deutschen Torhüterinnen um Sabine Englert noch in Schweden für einige Tage betreut hatte, glaubt aber in jedem Fall an die Medaillenchance. "Realistisch ist Bronze. Aber warum soll man an einem guten Tag nicht auch mal Russland schlagen", meinte der "Hexer". Eine internationale Medaille haben die Emrich-Frauen seit WM-Bronze in Deutschland 1997 nicht mehr gewonnen.

Gute Chancen reihenweise vergeben

Gegen Mazedonien wies die deutsche Mannschaft eine wesentlich höhere Fehlerquote als in den Partien zuvor auf, im Angriff wurden gute Chancen reihenweise vergeben. Die Vorentscheidung fiel dann etwa 20 Minuten vor dem Ende, als der Vorsprung beim 17:13 erstmals auf vier Tore anwuchs und vor allem Jurack aus dem Rückraum immer sicherer wurde.

Verzichten musste Armin Emrich gegen Mazedonien auf Kreisläuferin Anja Althaus, die wegen einer Entzündung am Fuß nicht auftreten konnte und an Krücken in das Scandinavium gehumpelt kam. Ihr Einsatz im Halbfinale ist nach derzeitigem Stand aber nicht gefährdet.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%