Handball EM
DHB-Team steigt gegen Ungarn in die Hauptrunde ein

Die EM in Schweden läuft zwar bereits seit Donnerstag, ab heute starten die deutschen Handball-Damen aber richtig durch. Im ersten Hauptrundenspiel trifft die DHB-Auswahl auf den WM-Dritten Ungarn.

Die Vorrunde mitsamt der 22:27-Niederlage gegen Norwegen ist abgehakt, die EM in Schweden geht für die deutschen Handball-Damen heute erst richtig los: Bereits das erste von drei Hauptrundenspielen binnen drei Tagen gegen den WM-Dritten Ungarn (17.00 Uhr/live im DSF) ist entscheidend, wenn der Traum von der ersten EM-Medaille seit 1994 nicht vorzeitig platzen soll.

"Natürlich ist das ein ungemein wichtiges Spiel, in dem die Tagesform entscheiden wird", meinte Bundestrainer Armin Emrich nach der Trainingseinheit am Montagmittag und schwor seine Mannschaft auf das Schlüsselspiel ein: "Wir wollen gegen einen großen Gegner großes Selbstvertrauen und große Zuversicht zeigen."

Österreich und Mazedonien die nächsten Gegner

Außer den verlustpunktfreien Ungarinnen sind am Mittwoch das vom Nürnberger Bundesligacoach Herbert Müller trainierte Österreich und am Donnerstag Außenseiter Mazedonien (beide 17.00/live im DSF) die weiteren deutschen Kontrahenten in der Hauptrunde.

Emrichs Ziel ist es, den Sprung in die Endrunde am Wochenende in Stockholm zu schaffen. Dort werden am Samstag und Sonntag die Plätze eins bis sechs ausgespielt. "Ab Dienstag wollen wir uns auf den Weg Richtung Stockholm machen. Das ist unsere Mission, alles andere zählt nicht", betonte der 55 Jahre alte Pädagoge, der als Bundestrainer der deutschen Männer bei der WM 1993 bereits die "unglaubliche Atmosphäre" im Stockholmer Globen genießen konnte.

Den Druck auf sein Team wollte Emrich am Tag nach der abschließenden Vorrundenniederlage gegen Titelverteidiger Norwegen (22:27) nicht zu groß werden lassen: "Wenn man Spiele wie das gegen Ungarn zu hoch hängt, lähmt das eher."

Seine Spielerinnen gaben sich nach der norwegischen Lehrstunde in Sachen Tempogegenstoß selbstkritisch und versprachen Besserung. "Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber wir konnten die Gegenstöße einfach nicht unterbinden. Wir müssen die einfachen Fehler abstellen", forderte Stefanie Melbeck (Buxtehude), während Anne Müller (Leverkusen) meinte: "Das Positive ist, dass wir uns nicht haben abschlachten lassen. Jetzt müssen wir nach vorne blicken."

Emrich insgesamt zufrieden

Emrich zog am Montag im Mannschaftshotel Scandic Mölndal nach den Siegen gegen Polen (30:20) und Slowenien (31:30) sowie der Niederlage gegen Norwegen ein überwiegend positives Vorrundenfazit. "Dass wir viele wichtige Dinge so gut umsetzen, war nach der durchwachsenen Vorbereitung nicht unbedingt zu erwarten", lobte der Ex-Nationalspieler.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%