Handball EM
EM in Schweden: Zittersieg gegen Slowenien

Die deutschen Handball-Frauen haben auch ihr zweites Spiel bei der Europameisterschaft in Göteborg gewonnen. Das Team von Armin Emrich besiegte Slowenien in der Schlußminute mit 31:30 (18:13).

Mit einem Kraftakt und etwas Glück am Ende haben die deutschen Handball-Frauen auch ihr zweites Spiel bei der Europameisterschaft in Göteborg/Schweden gewonnen und den vorzeitigen Hauptrunden-Einzug perfekt gemacht. Das Team von Bundestrainer Armin Emrich schlug Außenseiter Slowenien in einem wahren Krimi in Gruppe B knapp mit 31:30 (18:13), konnte aber nicht an den guten Gesamteindruck des Auftakterfolgs gegen Polen (30:20) anknüpfen. Den Siegtreffer erzielte 16 Sekunden vor Schluss die Leipzigerin Nora Reiche per Siebenmeter.

"Das war ein Stressspiel mit einem glücklichen Arbeitssieg am Ende. Bei so einem Turnier braucht man auch einmal Glück. Das hatten wir heute", meinte Emrich. Vor rund 2000 Zuschauern im Scandinavium war erneut WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (8/1 Treffer/Leverkusen) die beste Werferin für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die dank der Ausbeute von 4:0 Punkten weiter von der ersten EM-Medaille seit 1994 träumen darf.

Im abschließenden Vorrundenspiel am Sonntag gegen Titelverteidiger Norwegen (16.30 Uhr/live im DSF) ist für die Emrich-Schützlinge sogar der Gruppensieg drin. In der Hauptrunde warten dann durchaus schlagbare Gegner wie Mazedonien, Serbien oder Österreich, aber auch der WM-Dritte Ungarn.

Licht und Schatten beim DHB-Team

Wie bereits beim Turnierstart am Vortag zeigten die Deutschen Licht und Schatten und mussten trotz einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung (18:12/29.) nach dem Wechsel sogar das 27:27 (51. ) hinnehmen. Dabei war das DHB-Team nach der gewohnt hektischen Anfangsphase dank Torjägerin Krause von 2:3 (5.) auf 9:6 (17.) davongezogen. Da sich auch Torfrau Clara Woltering (12 Paraden/Leverkusen) steigerte, sah alles zunächst nach einem klaren Sieg aus.

Doch nach Aussetzern in der Abwehr überschlugen sich in der Schlussphase die Ereignisse. Slowenien kam immer wieder zum Ausgleich, ehe Reiche den an Anne Loerper (Leverkusen) verschuldeten Strafwurf sicher verwandelte. Dabei hatte Emrich trotz der insgesamt guten Vorstellung gegen Polen und der Pleite Sloweniens gegen Norwegen (20:43) im Vorfeld immer wieder vor Übermut gewarnt. "Es wäre schon ein entscheidender Fehler, nur mit dem Hauch von Erleichterung anzutreten", hatte der 55-Jährige betont.

Sorgenkind Sabine Englert wird ab Samstag eine besondere Betreuung zuteil. Die an den Folgen eines Daumenbruchs laborierende Keeperin wird mit dem am Freitag eingeflogenen Torwartcoach und Ex-Weltklasseschlussmann Andreas Thiel trainieren. Eine Nominierung der Leverkusenerin Englert ist noch möglich, da Emrich nach der Gruppenphase zwei Spielerinnen seines 16-köpfigen Kaders austauschen darf. Die deutsche Mannschaft war mit 18 Spielerinnen zur EM gereist.

© SID

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