Handball EM
Handballerinnen träumen von einer EM-Medaille

Heute fällt der Startschuss für das DHB-Frauenteam bei der EM in Schweden. "Wir gehen ohne Selbstzweifel in die EM und sind für eine Überraschung gut", sagte Bundestrainer Armin Emrich vor dem Auftakt gegen Polen.

Die deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft ist am Mittwoch nach Schweden zur Europameisterschaft (7. bis 17. Dezember) geflogen, mit im Gepäck der Traum von der ersten EM-Medaille seit 1994 und die obligatorische Linzer Torte. "Alles ist möglich, in positiver wie in negativer Hinsicht, aber Bangemachen gilt nicht. Wir gehen ohne Selbstzweifel in die EM und sind für eine Überraschung gut", sagt Bundestrainer Armin Emrich mit Blick auf den richtungweisenden EM-Auftakt am Donnerstag gegen Polen (17.00 Uhr/live im DSF).

Die Zuversicht im deutschen Lager ist ungeachtet der eher durchwachsenen Vorbereitung mit einem starken zweiten Platz in Frankreich und einem enttäuschenden letzten Rang in Norwegen groß. Die laut Emrich nicht umbuchbaren Rückflüge sind erst für den 18. Dezember vorgesehen. Einen Tag zuvor finden das Finale und das Spiel um Platz drei im Stockholmer Globen statt.

Maßstab für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist der sechste Platz bei der WM 2005 in St. Petersburg. "Daran orientieren wir uns und wollen natürlich besser abschneiden", sagt der 55-jährige Emrich zurückhaltend, während WM-Torschützenkönigin Nadine Krause schon heimlich mit Edelmetall liebäugelt: "Das wäre natürlich ein Traum. Aber erstmal ist die Hauptrunde das Minimalziel."

Lösbare erste Aufgabe gegen Polen

Als gutes Omen gilt, dass zum Auftakt der WM-19. Polen wartet. "Da haben wir ja gute Erinnerungen", sagt Torjägerin Grit Jurack (Viborg HK) in Anspielung auf den Kantersieg (33:21) gegen denselben Gegner zum WM-Start vor einem Jahr. Ein Erfolg wird auch im zweiten Gruppenspiel am Freitag gegen Slowenien (17.00 Uhr) einkalkuliert. Nichts zu verlieren hat das DHB-Team zum Vorrundenabschluss am Sonntag (16.30/alle live im DSF) gegen Titelverteidiger und Mitfavorit Norwegen. Die jeweils ersten Drei der vier Vierergruppen erreichen die Hauptrunde (12. bis 14. Dezember).

Um sich alle Optionen offen zu halten, wird der EM-Fünfte von 2004 mit 18 Spielerinnen nach Schweden reisen, obwohl am Mittwoch ein nur 16-köpfiger Kader beim europäischen Verband EHF gemeldet werden muss. Allerdings hat Emrich die Chance, nach der Vorrunde zwei Spielerinnen auszutauschen. Heißeste Anwärterin auf einen Platz im Team ist dann Torhüterin Sabine Englert (Leverkusen), die derzeit noch an den Folgen eines Daumenbruchs laboriert.

Linzer Torte als Nervennahrung

Bei seinem zweiten großen Turnier als Frauen-Bundestrainer rechnet Emrich, der Norwegen und Russland als EM-Topfavoriten sieht, mit einigen "sehr engen Entscheidungen". Seine Ehefrau hat jedenfalls wieder vorgesorgt und ihrem Gatten wie bereits bei der WM 2005 eine überdimensionale Linzer Torte als Nervennahrung eingepackt.

Knapp sechs Wochen vor Beginn der Männer-WM in Deutschland setzt DHB-Präsident Ulrich Strombach in Schweden auf den großen Wurf und Werbung in eigener Sache. "Mich begeistern der Esprit und die Klasse dieser Mannschaft. Ich hoffe auf ein herausragendes Turnier für uns", sagt Strombach, der mit den Männern und den Frauen zu den Olympischen Spielen 2008 nach Peking möchte.

Allerdings löst nur der Europameister von Schweden das Olympia-Ticket für 2008. Die ersten Drei qualifizieren sich direkt für die WM 2007 in Frankreich, die ersten Fünf fahren zur EM 2008 nach Mazedonien.

© SID

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