Handball EM
Handballerinnen vor EM-Check optimistisch

Die heiße Vorbereitungsphase für die EM in Dänemark und Norwegen hat für die deutschen Handballerinnen begonnen. Am Wochenende stehen zwei Tests gegen Österreich an.

Seit der Einkleidung in Herzogenaurach sind die deutschen Handballerinnen bestens gerüstet für das Unternehmen Europameisterschaft in Norwegen und Dänemark (7. bis 19. Dezember). Die dick gefütterten roten Teamjacken sitzen perfekt. Ob neben der Ausrüstung allerdings auch schon die Form auf dem Parkett EM-Reife besitzt, muss die Auswahl von Bundestrainer Rainer Osmann in den letzten vier Testspielen binnen der nächsten fünf Tage unter Beweis stellen.

Spielmacherin Nina Wörz lenkt in der Vorbereitungsphase die Aufmerksamkeit vor allen Dingen auf den Gemeinschaftsgedanken. "Das Wichtigste ist der Teamgeist. Wir müssen als Team auftreten, nur dann sind wir stark", sagte die Dänemark-Legionärin vor den Tests am heutigen Samstag in Bad Wildungen (18.30 Uhr) und am morgigen Sonntag in Rotenburg an der Fulda (17.00) gegen Österreich. Nächste Woche stehen dann am 30. November und 1. Dezember gegen Worldcupsieger Rumänien in Salzgitter beziehungsweise Hildesheim die EM-Generalproben für den WM-Siebten von 2009 an.





Osmann von der Qualität des Kaders überzeugt



Schon vor der letzten Testphase ist Osmann überzeugt von der Qualität seines 18-köpfigen Kaders, den er spätestens einen Tag vor dem Turnierstart um zwei Spielerinnen reduzieren muss. "Wir haben das Potenzial, bei der EM eine gute Rolle zu spielen. Die Einstellung der Mannschaft ist vom Allerfeinsten. Das ist eine Grundvoraussetzung für Erfolg", meinte der Eisenacher, dessen Team die Qualifikation für die kontinentale Meisterschaft ohne Verlustpunkt schaffte.

Allerdings warten auf den EM-Halbfinalisten bereits in der Gruppenphase in Larvik mit der Ukraine, Schweden und den Niederlanden nicht zu unterschätzende Gegner. "Da kann jeder jeden schlagen. Aber am Ende der Vorrunde würden wir doch schon gerne ganz oben stehen", erklärte Regisseurin Wörz. Mindestens Platz drei ist für den Einzug in die Hauptrunde nötig. Dort könnte dann Titelverteidiger und Gastgeber Norwegen warten.





Breites Aufgebot als Erfolgsbasis



Osmann, der im hohen Norden auf die frühere Welthandballerin Nadine Krause (Folgen einer Schulterverletzung), Ulrike Stange (schwanger) und Torfrau Jana Krause (Kreuzbandriss) verzichten muss, setzt auf die Breite seines Aufgebots.

Eine Extrawurst scheint selbst Rekordschützin Grit Jurack nicht zu haben. Die dreimalige Champions-League-Siegerin vom dänischen Meister Viborg HK hatte im September beim Worldcup ihr Nationalmannschafts-Comeback nach 465 Tagen und der Geburt von Sohn Lukas gefeiert. "Ich will nicht mehr, dass sechs Spielerinnen die Last tragen. Selbst Grit Jurack muss den Nachweis erbringen, dass es richtig war, sie zurückzuholen", sagte Osmann und setzt auch den Nachwuchs unter Druck: "Wir haben hoffnungsvolle Leute wie Susi Müller oder Franziska Mietzner. Aber von ihnen erwarte ich eine Leistungssteigerung gegenüber der WM."

© SID

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