Handball Europapokal
Deutscher Durchmarsch in die Europapokal-Finals

Die deutschen Handball-Mannschaften dominieren den Europapokal. In der Champions League stehen sich in Flensburg und Kiel gleich zwei Bundesliga-Teams gegenüber, zudem kämpfen auch Hamburg und Magdeburg um Trophäen.

Es ist perfekt, das deutsche Traumfinale in der Champions League. Die SG Flensburg-Handewitt folgte im Hexenkessel von Valladolid dank Siebenmeter-Held Dan Beutler dem THW Kiel in das Endspiel - die beiden Handball-Bundesligisten kämpfen nun um den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.

Der HSV Hamburg ist zudem nur noch einen Schritt vom ersten internationalen Titel im Europacup der Pokalsieger entfernt, und der SC Magdeburg steht im EHF-Pokalfinale: Acht Wochen nach dem WM-Coup der Nationalmannschaft schwimmt der deutsche Handball auch auf Vereinsebene weiter auf einer Welle des Erfolgs.

Nevenschlacht in Valladolid

Die Flensburger verloren zwar die Nervenschlacht bei CBM Valladolid in Spanien 24:25, da das Team das Hinspiel aber 32:30 gewonnen hatte, erfüllte sich der Finaltraum dennoch. Flensburgs schwedischer Torhüter Dan Beutler wehrte in letzter Sekunde einen Siebenmeter ab und war damit der Matchwinner.

"Die Mannschaft hat grandios gekämpft, das war der Schlüssel zum Sieg", sagte Flensburgs Manager Thorsten Storm, der besonders Joachim Boldsen und Blazenko Lackovic lobte, die trotz Verletzung tapfer durchhielten. SG-Spielmacher Ljubomir Vranjes war erschöpft, aber glücklich: "In diesem Hexenkessel die Ruhe zu bewahren, hat unglaublich viel Kraft gekostet, aber wir waren eine Mannschaft."

Einen Zittersieg hatten zwei Tage zuvor die Kieler (37:34) im Rückspiel gegen den spanischen Topklub Portland San Antonio (Hinspiel 28:30) gefeiert.

Magdeburg gewinnt auch in Zürich

Die Magdeburger ließen nach dem klaren Hinspielsieg im Halbfinal-Rückspiel des EHF-Pokals gegen Grasshopper-Club Zürich nichts mehr anbrennen. Das Team setzte sich 27:26 (13:10) bei den Schweizern durch und hat im Finale gegen BM Aragon aus Spanien die Chance auf den dritten EHF-Cup-Triumph nach 1999 und 2001. Das Hinspiel hatte Magdeburg 32:24 gewonnen.

Die Hamburger setzten sich am Samstag gegen den bosnischen Meister RK Sarajevo dank eines souveränen 35:28-Erfolgs im Rückspiel durch, nachdem das erste Duell noch mit 18:20 verloren gegangen war. In den Endspielen trifft der deutsche Pokalsieger auf Ademar Leon aus Spanien. "Es ist fantastisch, im Finale zu stehen. Aber jetzt wollen wir auch den Titel", sagte HSV-Coach Martin Schwalb.

© SID

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