Handball Europapokal
Flensburg geht bei Ciudad Real unter

In der Champions League der Handballer hat Vizemeister SG Flensburg-Handewitt im Halbfinal-Hinspiel bei Ciudad Real klar die Grenzen aufgezeigt bekommen. Die Nordlichter gingen mit 22:31 unter und stehen vor dem Aus.

Der deutsche Handball-Vizemeister SG Flensburg-Handewitt steht in der Champions League vor dem Halbfinal-Aus. Im Hinspiel der "Königsklasse" unterlagen die Nordlichter dem spanischen Vertreter BM Ciudad Real mit 22:31 (9:17). Damit ist für die Flensburger der erhoffte zweite Einzug ins Finale nach 2004 für Flensburger in weite Ferne gerückt. Im Rückspiel am 1. April (15.15 Uhr/live in N3) kann ihnen nur noch ein Wunder weiterhelfen.

Lemgo auf Final-Kurs

Dagegen liegt der TBV Lemgo auf Final-Kurs. Für die Ostwestfalen sind nach dem 29:27 im internen Bundesliga-Duell beim deutschen Rekordmeister VfL Gummersbach die Endspiele um den EHF-Pokal am 22./23. und 29./30. April zum Greifen nah.

Alles drin ist auch für die Verantwortlichen der HSG Nordhorn trotz einer 30:36-Pleite im Vorschlussrunden-Hinspiel des Europacups der Pokalsieger bei Medwedi Tschechow. Die HSG will zum 25-Jährigen Jubiläum im Sommer den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte feiern.

Hoffnung auf das erste Europacupfinale seit 33 Jahren darf sich auch Frisch Auf Göppingen im EHF-Cup machen. Die Göppinger, 1960 Deutschlands erster Europacupsieger, kehrten mit einer 26:30 (13:15)-Niederlage bei US Creteil zurück. Den Rückstand will der elfmalige deutsche Meister im Rückspiel am 1. April (16.00 Uhr) wettmachen.

Flensburg ratlos

Bei den Flensburger saß am Sonntag in Spanien der Frust tief. "Wir müssen in beiden Halbfinals das beste Spiel unseres Lebens zeigen", hatte Manager Thorsten Storm vor dem Spiel gegen das "Real Madrid des Handballs" gewarnt. Letztlich lief aber für die Gäste in der mit 5 200 Zuschauern ausverkauften Halle nichts zusammen, wobei auch die Torhüter Dan Beutler und Jan Holpert patzten. Gegen die offensive Abwehr der Hausherren fand das Team von Trainer Kent-Harry Andersson, der schon vor dem Spiel seinen 2007 auslaufenden Vertrag bis zum Saisonende 2008 verlängert hatte, im 101. Europacupspiel nie ein Mittel.

Beim TBV Lemgo dämpfte Trainer Volker Mudrow trotz der hervorragenden Ausgangsposition die Euphorie. "Das Ergebnis ist positiv, aber wir stehen noch nicht im Finale", warnt Mudrow vor dem Halbfinal-Rückspiel am 2. April (14.30 Uhr/live in WDR 3) in der Lipperlandhalle.

Sein Gummersbacher Kollege Velimir Kljaic gibt trotz der bitteren Heimniederlage auch noch nicht auf: "Wir haben bis zum letzten Tropfen Kraft gespielt. Es gibt keinen Grund zur Panik. Es ist erst die erste Halbzeit gespielt, in der zweiten ist noch alles drin."

Etwas optimister zeigte sich Nordhorns Trainer Ola Lindgren. "Es wird verdammt schwer, aber ich glaube, wir haben eine echte Chance", sagte der HSG-Coach nach dem 21. Europacupspiel. "Sechs Tore aufzuholen, ist allemal machbar, wir können das Ding noch drehen", sagte Manager Bernd Rigterink vor dem Rückspiel am 1. April (16.00 Uhr) gegen den russischen Pokalsieger.

Vor 3 800 Zuschauern gestaltete das Team aus der Grafschaft Bentheim das Duell gegen die Russen ausgeglichen. Bis zur 48. Minute führte Tschechow nur mit 28:27, schraubte das Ergebnis aber bis zur 56. Minute auf 34:27, obwohl Nordhorns Torhüter Peter Gentzel sechs von elf Siebenmetern parierte.

Gummersbach führte in seinem 154. Europapokalspiel seit 1966 bis in die Schlussphase. Der TBV ging vor 1 825 Zuschauern in der Eugen-Haas-Halle erstmals in der 54. Minute mit 25:24 in Führung. Im 89. Europacup-Auftritt seit 1995 kam der Sieg dank einer hervorragenden Abwehrleistung nach der Pause im Zusammenspiel mit Torhüter Carsten Lichtlein zustande.

© SID

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