Handball Europapokal
Gummersbach steht im Finale der Vereins-EM

Mit einem 34:33-Sieg hat sich der VfL Gummersbach bei der Vereins-EM in Köln gegen den TBV Lemgo durchgesetzt. Der Gastgeber hat somit als zweites deutsches Team Chancen auf den Titel. Das Finale findet am Sonntag statt.

Der VfL Gummersbach steht im Finale der Vereins-Europameisterschaft in Köln. Im Duell der Sieger der europäischen Klubwettbewerbe in der Kölnarena setzte sich der deutsche Handball-Rekordmeister, der als Gastgeber mit einer Wildcard startete, im Halbfinale mit 34:33 (19:18) gegen EHF-Pokal-Gewinner TBV Lemgo durch. Am Sonntag greift Gummersbach als zweite deutsche Mannschaft nach dem SC Magdeburg 2001 und 2002 nach dem Titel.

Gegner im Finale (16.00 Uhr) ist der spanische Champions-League-Sieger Ciudad Real, der Pokalsiegercup-Gewinner Medwedi Moskau mit 37:34 (16:21) bezwang. Das Spiel um Platz zwei zwischen Lemgo und den Russen beginnt um 14.00 Uhr. Momir Ilic erzielte 40 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer für den VfL. 1983 hatte der mit dem Erfolg beim Vorläuferwettbewerb seinen bislang letzten von insgesamt zwölf internationalen Titeln gewonnen. Auf den Sieger der elften Vereins-EM wartet ein Preisgeld von 35 000 Euro.

Fast 11 000 Zuschauer in Köln

Vor 10 879 Zuschauern setzte sich der VfL vor allem dank der siebenfachen Torschützen Daniel Narcisse und Vedran Zrnic durch. Für Lemgo, das den VfL in der Bundesliga vor zwei Wochen noch bezwungen und damit zumindest vorübergehend von der Tabellenspitze verdrängt hatte, traf Nationalspieler Markus Baur zehnmal, vergab allerdings auch kurz vor dem Ende einen Siebenmeter gegen VfL-Keeper Goran Stojanovic.

Während beim TBV Nationalmannschafts-Rechtsaußen Florian Kehrmann nach seinem im Länderspiel am vergangenen Samstag gegen Schweden erlittenen Mittelhandbruch nur auf der Tribüne saß, dominierte auf beiden Seiten der Rückraum um den glänzend aufgelegten Baur und auf der anderen Seite Narcisse. Während der die gesamte Zeit über ausgeglichenen Partie hatten die Lemgoer beim 14:11 in der ersten Halbzeit die höchste Führung überhaupt herausgeworfen, im zweiten Durchgang führte dagegen einzig der VfL, der schließlich auch das glücklichere Ende für sich hatte.

Vor dem ersten Anwurf hatten Europas Topklubs bereits die Weichen für eine bessere gemeinsame Interessenvertretung in der Zukunft gestellt. In Düsseldorf wurde nach dem Vorbild der G14 im europäischen Fußball die Group Club Handball gegründet. Aus Deutschland sind neben dem TBV Lemgo Meister THW Kiel, der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt dabei. Kiels Manager Uwe Schwenker ist einer von zwei Vizepräsidenten, als Geschäftsführer fungiert der bislang als Spielerberater tätige Gerd Butzeck.

© SID

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