Handball Europapokal
HSV Hamburg holt Pokal der Pokalsieger

Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat sich seinen ersten europäischen Titel geangelt. Im Final-Rückspiel des Pokals der Pokalsieger reichte dem HSV beim spanischen Klub Ademar Leon eine 33:37-Niederlage zum Triumph.

In einem Herzschlagfinale hat der HSV Hamburg die Nerven behalten und den ersten internationalen Triumph seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Trotz einer 33:37 (13:16)-Niederlage im Finalrückspiel sicherten sich die Hanseaten in der "Höhle des Löwen" beim spanischen Vertreter Ademar Leon aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore den Europapokal der Pokalsieger.

Im Cupwettbwerb war es seit dem Sieg des VfL Gummersbach 1978 bereits der neunte Erfolg einer deutschen Mannschaft. Zuletzt hatte vor sechs Jahren die SG Flensburg-Handewitt triumphiert.

Yoon sorgt für die Entscheidung

Eine Woche nach dem 28:24-Erfolg in der heimischen Color Line Arena mussten die Hamburger im mit 6 000 frenetischen Zuschauern ausverkauften Palacio de las Deportes bis zur letzten Sekunde zittern und kämpfen, bis der Erfolg perfekt war. Drei Minuten vor Schluss lagen die Hamburger erstmals mit fünf Treffern zurück, doch wenige Sekunden vor Schluss erzielte Kyung-Shin Yoon das entscheidende Tor.

Seine überragenden Spieler hatte der HSV in Yoon (10 Tore) und Bertrand Gille (8). Nach dem Halbfinal-Aus im DHB-Pokal haben die Norddeutschen als Verfolger des THW Kiel in der Bundesliga sogar noch die Chance auf den zweiten Titel der Saison.

Brenzlig wurde es für die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb in Spanien erstmals nach acht Minuten, als die Gastgeber mit 5:2 in Führung gingen. Der bärenstarke Weltmeister Torsten Jansen stellte in den 21. Minute zwar wieder den 10:10-Ausgleich her, doch die technischen Fehler häuften sich und in der 25. Minuten hatten die Spanier beim Stand vom 14:10 erstmals sogar den Vier-Tore-Rückstand wettgemacht.

Rote Karte für Bertrand Gille

Mit drei Treffern Rückstand ging es dann in die Halbzeitpause. Doch davon ließ sich der HSV nicht beirren und trotz einer Roten Karte gegen Bertrand Gille (46.) traf Stefan Schröder 14 Minuten vor dem Ende erstmals zum Ausgleich für sein Team. Drei Minuten später sorgte Kyung-Shin Yoon gegen die immer hektischer agierenden Spanier sogar für die Führung (29:28), doch danach verloren die Hamburger den Faden.

Die letzten zehn Minuten waren für beide Teams dann nur noch Kampf, und der HSV hatte schließlich das bessere Ende für sich. Vor zwei Jahren hatte der Klub an gleicher Stelle gegen Ademar Leon mit 27:25 gewonnen, war seinerzeit aber wegen einer Hinspielniederlage im Viertelfinale ausgeschieden.

© SID

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