Handball Europapokal
Kiel spaziert weiter durch die Champions League

Der THW Kiel liegt in der EHF Champions League weiter auf Halbfinalkurs. Der deutsche Meister gewann beim dänischen Team GOG Svendborg TGI souverän mit 43:31 (19:13).

Sechs Spiele, vier Siege und ein bisschen Hoffnung - für die Handball-Bundesligisten gab es auf europäischer Bühne viel Licht aber auch Schatten: Während der deutsche Meister THW Kiel durch ein klares 43:31 (19:13) bei GOG Svendborg TGI aus Dänemark und die Rhein-Neckar Löwen (34:28 bei RK Celje Pivovarna Lasko) einen gelungenen Start in die Champions-League-Hauptrunde feierten, musste die SG Flensburg-Handewitt in Frankreich gegen Montpellier HB eine 25:31 (9:13)-Niederlage hinnehmen.

Im Achtelfinal-Hinspiel des EHF-Pokals kassierte der TBV Lemgo eine 23:26 (12:12)-Niederlage bei Bjerringbro Silkeborg/Dänemark. Im gleichen Wettbewerb gewann der VfL Gummersbach das deutsche Duell mit dem SC Magdeburg 26:24 (12:10).

Im Europapokal der Pokalsieger hat die HSG Nordhorn-Lingen erwartungsgemäß das Viertelfinale erreicht. Die finanziell angeschlagenen Niedersachsen setzten sich im Rückspiel beim letzten Spiel mit Holger Glandorf gegen Haukar Hafnarfjördur aus Island 38:31 (15:18) durch. Das Hinspiel hatten die Nordhorner bereits deutlich für sich entschieden.

Kiel behält makellose Bilanz

Der deutsche Rekordmeister aus Kiel behielt durch den klaren Erfolg seine weiße Weste auf internationalem Parkett und liegt mit drei Siegen punktgleich mit Tabellenführer BM Ciudad Real auf Platz zwei der Gruppe 4. Bester Werfer der Norddeutschen war Marcus Ahlm, der sechs seiner insgesamt acht Tore in der ersten Halbzeit warf.

Einziger Wermutstropfen für die Gäste war die Verletzung von Superstar Nikola Karabatic. Der Franzose zog sich bei seinem Tor zum 26:16 eine Verstauchung im Sprunggelenk zu. Sein Einsatz im Bundesliga-Spiel am Mittwoch gegen Minden ist fraglich.

Auch Rhein-Neckar-Löwen erfolgreich

Auch die Rhein-Neckar Löwen unterstrichen durch den Erfolg in der Königsklasse ihre Viertelfinal-Ambitionen. Zum Matchwinner gegen den slowenischen Meister aus Celje wurde der Pole Mariusz Jurasik mit elf Toren. Mit 4:2 Punkten belegen die Nordbadener weiter den zweiten Platz der Gruppe zwei hinter Chambery HB. Gegen die Franzosen muss der Bundesligist am Mittwoch (19.00 Uhr) auswärts antreten.

Für die SG Flensburg-Handewitt wird die Qualifikation dagegen schwer. Nach der Niederlage gegen Montpellier rutschten die Flensburger mit 2:4 Zählern auf den letzten Platz der Gruppe drei ab.

Enges Bundesliga-Duell

Nach dem spannenden Bundesliga-Duell im EHF-Pokal dürfen sich sowohl die Gummersbacher als auch die Magdeburger Hoffnungen auf das Viertelfinale machen. "Das war ein echter Europacup-Fight. Dass wir trotz der verletzungsbedingten Ausfälle nur mit zwei Toren verloren haben, ist eine kleine Sensation", sagte Magdeburgs Sportdirektor Stefan Kretzschmar.

Die Gummersbacher hatten lange Zeit einen Drei-Tore-Vorsprung gehalten, sich aber nie deutlich absetzen können. "Wir hätten höher gewinnen, aber auch nur Unentschieden spielen können. Alles ist noch offen, wir haben in Magdeburg eine Chance", meinte VfL-Trainer Sead Hasanefendic.

Vor 2 200 Zuschauern in der ausverkauften Eugen-Haas-Halle überzeugte bei den Gastgebern vor allem Adrian Wagner mit zehn Toren (davon acht Siebenmeter). Für Magdeburg war Alexandros Vasilakis siebenmal erfolgreich. Das Rückspiel in Magdeburg findet am kommenden Samstag (15.00 Uhr) statt.

Enttäuscht zeigte sich Lemgos Sportlicher Leiter Daniel Stephan nach der Niederlage in Dänemark: "Wir haben unser Potenzial nicht abrufen können. Die Hypothek wiegt schwer, aber der Rückstand ist aufzuholen." Bei der Niederlage des zweimaligen Europacupsiegers aus Lemgo, der am Samstag mit sofortiger Wirkung Nationalspieler Glandorf verpflichtete, war Lars Kaufmann mit fünf Treffern bester Werfer. Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch (20.00 Uhr) in Lemgo statt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%