Handball Europapokal
Magdeburg in der Champions League unter Druck

Der SC Magdeburg verlor im Achtelfinale der Handball-Champions-League gegen Titelverteidiger Barcelona mit 24:26. Flensburg und Kiel wahrten dagegen ihre Chancen. Im EHF-Pokal stehen die deutschen Klubs aussichtsreich.

Der SC Magdeburg steht im Achtelfinale der Handball-Champions-League mit dem Rücken zur Wand. Der Ex-Meister verlor gegen Titelverteidiger FC Barcelona in eigener Halle 24:26 und steht damit beim Rückspiel am kommenden Wochenende vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

Immer noch gute Chancen auf das Weiterkommen in der "Königsklasse" hat dagegen Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt, der sich eine etwas überraschende 23:25-Niederlage in Zagreb leistete. Eine glänzende Ausgangsposition für kommende Woche schuf sich Meister THW Kiel durch ein 28:21 (13:11) bei Paris Handball.

Deutsche siegen im EHF-Pokal

Knapp zwei Monate vor der Handball-EM in der Schweiz demonstrierten die deutschen Handball-Klubs im EHF-Pokal dagegen kollektive Stärke. Nach den Achtelfinal-Hinspielen haben Rekordmeister VfL Gummersbach (39:22 gegen Wacker Thun/Schweiz), Altmeister Frisch Auf Göppingen (40:29 gegen Besiktas Istanbul) und Ex-Champion TBV Lemgo (41:25 gegen Perutnina Pipo Cakovec/Kroatien) das Ticket für das Viertelfinale Ende Februar und Anfang März so gut wie sicher. Im Pokalsieger-Cup musste die HSG Nordhorn eine 34:37-Niederlage bei IK Sävehof in Schweden hinnehmen, hat aber weiter alle Chancen auf ein Weiterkommen.

Der THW Kiel hatte vor 3 500 Zuschauern wenig Probleme mit den Franzosen. Vor allem in der zweiten Halbzeit wirkte der deutsche Meister überlegen. Szilagyi (6) und im französischen Nationalspieler Karabatic (5) waren die erfolgreichsten THW-Werfer, bei Paris traf Diaw sechs Mal.

Die Flensburger hatten vor 8 000 Zuschauern in Zagreb vor allem Probleme mit der Abwehr der Gastgeber. Die besten Werfer Blazenko Lackovic, Marcin Lijewski und Michael Knudsen brachten es auf jeweils vier Tore.

Die ersatzgeschwächten Magdeburger gaben gegen den siebenmaligen Champions-League-Sieger Barcelona eine 16:11-Führung aus der Hand. Dabei musste Star Stefan Kretzschmar bereits nach fünf Minuten mit Verdacht auf Bänderriss das Spielfeld verlassen. Auch zehn Tore von Grzegorz Tkaczyk reichten dem Gastgeber nicht.

Gummersbach bleibt ungeschlagen

Im "Hammermonat" Dezember mit acht Spielen in gut vier Wochen gab sich das deutsche Trio im EHF-Cup keine Blöße. In Gummersbach setzte der VfL in seinem 150. Europacupspiel den Höhenflug fort und blieb in der 29. Partie seit dem 15. März 2005 (25:30 in Göppingen) ungeschlagen. Unter den Augen von Bundestrainer Heiner Brand glänzte der Franzose Daniel Narcisse mit neun Toren. Besonders der zuletzt harsch kritisierte Keeper Steinar Ege (20 Paraden) erntete viel Lob. Coach Velimir Kljaic sieht den Viertelfinal-Einzug als ungefährdet an: "Selbst wenn wir nachts um drei Uhr spielen würden, könnten wir nicht mit mehr als 17 Toren verlieren."

Nach 32-jähriger Europacup-Abstinenz feierten die Göppinger Fans beim Duell gegen Meister Besiktas Istanbul ein deutsch-türkisches Freundschaftsfest. Nationalspieler Volker Michel (neun Treffer) stellte den Erfolg sicher, der nur nach einem Zwischenspurt der Gäste (21:26/44. Minute) gefährdet schien. Trainer Velimir Petkovic fand: "Uns fehlt noch Kaltschnäuzigkeit und Erfahrung im Europacup."

In Lemgo avancierte der Tscheche Filip Jicha (8 Tore) drei Tage vor dem Bundesliga-Duell in Flensburg zum Matchwinner. TBV-Coach Volker Mudrow konnte es sich gegen die Amateure aus Kroatien sogar erlauben, Volker Zerbe, Daniel Stephan und Nationalspieler Florian Kehrmann (Oberschenkelverletzung nach neuen Minuten) zu schonen. "Es war einfach ein Klassenunterschied", so Mudrow.

© SID

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