Handball International
Kiel und Co. wollen eigene Europa-Liga gründen

Die Group Club Handball, die Vertretung der 15 wichtigsten europäischen Klubs, plant, sich aus der Europäischen Handball-Föderation zu lösen und einen eigenen Wettbewerb zu spielen. Einen Termin gibt es aber noch nicht.

Die Handball-Champions-League wird es möglicherweise in der jetzigen Form bald nicht mehr geben. Die Group Club Handball (GCH), die Interessenvertretung der 15 wichtigsten europäischen Klubs, plant, sich aus der Europäischen Handball-Föderation (EHF) zu lösen und einen eigenen Wettbewerb durchzuführen. Einen entsprechenden Bericht des Handelsblatt (Donnerstags-Ausgabe) bestätigte der Manager des THW Kiel, Uwe Schwenker, dem Sport-Informations-Dienst (sid).

"Die spanischen Vereine haben schon einen Entwurf für einen europäischen Wettbewerb vorgestellt. Es geht aber nicht nur um die GCH. Es gibt Gespräche mit allen europäischen Top-Klubs", sagte Schwenker. Neben Champions-League-Sieger Kiel gehören auch EHF-Cup-Gewinner SC Magdeburg, die SG Flensburg-Handewitt und der TBV Lemgo der GCH an. Sollte ein eigener Wettbewerb durchgesetzt werden, droht auch der Champions League das Aus.

Man prüfe derzeit die Vorschläge. Einen Termin für eine endgültige Entscheidung gebe es nicht, sagte Ex-Nationalspieler Schwenker weiter.

"Wir spüren eine gewisse Ohnmacht"

Die Vereine beklagen mangelndes Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen. "Wir spüren eine gewisse Ohnmacht", sagte Schwenker. Seit der Gründung im November 2006 hatte GCH-Geschäftsführer Gerd Butzeck bei der EHF in Wien und auch bei der Internationalen Handball-Föderation (IHF) in Basel trotz intensiver Bemühungen keine konkreten Ergebnisse erzielt. So regte die GHC im Januar dieses Jahres an, EM- und WM-Turniere künftig erst nach Saisonende oder alle vier Jahre auszutragen.

Wie das Handelsblatt weiter berichtet, war zuletzt auf dem EHF-Kongress in Rom der Antrag auf ein "Klubforum", das den Vereinen zumindest eine Stimme einräumen sollte, knapp gescheitert, obwohl die EHF-Administration um den Generalsekretär Michael Wiederer dafür plädiert hatte.

© SID

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