Handball International: Profi-Handball stellt Weichen für die Zukunft

Handball International
Profi-Handball stellt Weichen für die Zukunft

Beim Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Abgestimmt werden soll über die Einführung des Professional Handball Board.

Macht, Einfluss, Geld - beim ordentlichen Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) werden wichtige Weichen für die Zukunft des Profi-Handballs gestellt. Die 49 Mitgliedsverbände stimmen bei der heute beginnenden Versammlung in Kopenhagen über die Einführung des Professional Handball Board (PHB) ab. Beim außerordentlichen EHF-Kongress in Limassol/Zypern im Oktober 2009 verweigerten die Delegierten diesem neuen Gremium noch die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.

"Ich gehe jetzt fest davon aus, dass das Professional Handball Board beschlossen wird. Es gab intensive Vorgespräche, in denen die Zustimmung signalisiert wurde", sagte Rainer Witte, Präsident der Deutschen Handball-Liga, dem Sport-Informations-Dienst (SID). Witte ist als Vorsitzender des europäischen Ligenverbandes in Kopenhagen vor Ort.

Das PHB soll künftig wichtige Entscheidungen des europäischen Handballs treffen, wie zum Beispiel Abstellgebühren für Spieler während Europameisterschaften, Versicherungsfragen, die künftige Ausgestaltung des Terminkalenders sowie die Anzahl der Tage, in denen Vereine ihre Spieler pro Jahr für Nationalmannschaften abstellen müssen. Das zehnköpfige PHB soll sich zusammensetzen aus jeweils zwei Vertretern von Klubs, Ligen, Spielern, Nationalverbänden und der EHF-Exekutive, der Präsident des Gremiums wird Mitglied der EHF-Exekutive. Zunächst ist dieses Professional Handball Board nur für den Männer-Handball vorgesehen, beim EHF-Kongress in Kopenhagen wird es daher auch um die Einbindung der Frauen gehen.

IHF: Spielerversicherungen während Weltmeisterschaften

In der vergangenen Woche hatte der Weltverband IHF bekannt gegeben, bereits ab der Männer-Weltmeisterschaft 2011 in Schweden Abstellgebühren in Höhe von 736 000 Schweizer Franken pro WM an die Klubs auszuschütten sowie die Spieler während Welttitelkämpfen zu versichern. In diesem Sinne soll auch das PHB in Europa arbeiten. "Das war der nächste Schritt zur Einbindung von Vereinen, nun wird es einen weiteren geben", so Witte.

Neben der Abstimmung über das PHB entscheiden die Delegierten beim EHF-Kongress unter anderem über die neue Rechtsordnung inklusive des neuen Strafenkatalogs bei Verstößen durch Klubs oder Verbände. Am Samstag vergibt der Kongress dann unter anderem die Männer- und Frauen-Europameisterschaft des Jahres 2014.

Für das Männer-Turnier haben sich Dänemark sowie Ungarn/Kroatien beworben, Kandidaten für das Frauenturnier sind Slowenien und die Türkei. Nur eine Woche später vergibt dann der Weltverband IHF die Weltmeisterschaften des Jahres 2013 im Rahmen einer Ratssitzung in Herzogenaurach. Kandidaten für die Männer-WM sind Dänemark, Norwegen und Spanien, für das Frauen-Turnier gehen Südkorea und Serbien ins Rennen.

© SID

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