Handball International
Spielkalender der Handballer wird überarbeitet

Vertreter des europäischen Verbandes, der Handball-Bundesliga und der Group Club Handball haben sich darauf verständigt, die Belastung für die Aktiven künftig herunterzuschrauben.

Die Handballer sind mit ihrer Kritik bezüglich der hohen körperlichen Belastung bei den Verantwortlichen des europäischen Handballs offenbar auf Verständnis gestoßen. Wie am Dienstag bekanntgegeben wurde, haben sich Vertreter des europäischen Verbandes (EHF), der Handball-Bundesliga und der Group Club Handball (GCH) darauf verständigt, die Akteure in Zukunft zu entlasten. Demnach wurde am Rande des Final-Four am vergangenen Wochenende in Hamburg ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog besprochen, der auf einer Folgesitzung am 18./19. April in der EHF-Zentrale in Wien weiter vertieft wird.

"Diesen gilt es nun umzusetzen, und wir brauchen hierfür eine breite Basis", meinte nach der Zusammenkunft Liga-Vorstand Manfred Werner. Auch Uwe Schwenker, Vize-Präsident der GCH, zeigte sich zufrieden: "Wir müssen nun allerdings die besprochenen Punkte auch umsetzen!"

Spielkalender soll überarbeitet werden

Von allen Beteiligten wurde die Forderung der Spieler nach einer Überarbeitung des Spielkalenders unterstützt. "Wir führen zur Zeit Gespräche, um von fünf internationalen Wettbewerben innerhalb eines 4-Jahres-Zyklus" auf vier zu kommen", erklärte EHF-Präsident Tor Lian. Auch dieser Punkt wird auf der Konferenz in Wien auf der Agenda stehen. Dort soll eine breite Basis für eine Verlegung der Europameisterschaften in die spielfreie Zeit gebildet werden.

Die Group Club Handball wird zudem eine nach dem Vorbild des Fußballs (ECA = European Club Association) ein alle im Europapokal vertretenen Klubs repräsentierendes Forum Club Handball (FCH) schaffen. "Die GCH konnte für uns nur ein Gesprächspartner, nicht aber eine repräsentative Klubvertretung sein", erklärte dazu EHF-Generalsekretär Michael Wiederer.

Am 14. April treffen sich auf Einladung der GCH 24 europäische Topklubs in Barcelona, um über die künftige Vorgehensweise zu sprechen und die Ergebnisse von Hamburg im Einzelnen zu diskutieren.

© SID

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