Handball National
Brand kritisiert: "Liga ist keine Einheit"

Bundestrainer Heiner Brand hat seinen Unmut über Machtkämpfe in der Handball-Bundesliga geäußert. "Teilen der Liga geht es nicht um das Wohl des Handballs", sagte der 58-Jährige.

Gut sechs Wochen vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft in Schweden (13. bis 30. Januar) hat Bundestrainer Heiner Brand erneut seinen Unmut geäußert und dabei mächtig Dampf abgelassen. "Teilen der Liga geht es nicht um das Wohl des Handballs. Die Liga ist ja in sich gar nicht homogen und alles andere als eine Solidargemeinschaft oder gar Einheit", sagte Brand in einem Interview mit dem Kicker und dem Online-Portal handballworld.

In der Handball-Bundesliga (HBL) seien Grabenkämpfe um Macht und Posten an der Tagesordnung. Der von HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann geäußerten Kritik an der Vermarktung der Nationalmannschaft entgegnete der 58-Jährige: "Der DHB hat in Sportfive einen etablierten, renommierten Vermarkter. Frank Bohmann soll sich um seine Baustellen kümmern."

Darüber hinaus habe Brand fast jeden Morgen Magenschmerzen, wenn er die Zeitung lese und sehe, dass wieder aus reinem Eigeninteresse einseitig etwas gefordert werde. Die von der Ligaspitze diskutierte Einführung von Profi-Schiedsrichtern sei wegen der Finanzsituation einiger Klubs ein "Hirngespinst".

Im Hinblick auf die anstehende WM mache es keinen Sinn das Halbfinale oder Finale als fixes Ziel auszugeben. Trotzdem gehe er positiv gestimmt in das Turnier. Die Mannschaft sei "erfolgsorientiert" und könne "überraschen". Mit Blick auf die direkte Olympia-Qualifikation sollte man laut Brand schon unter die ersten sieben kommen.

© SID

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