Handball National
Kiel holt sich ersten Titel der neuen Saison

Meister THW Kiel hat mit dem Gewinn des Supercups gegen Pokalfinalist HSV Hamburg den ersten Titel der neuen Saison auf seinen Namen gebracht. Die "Zebras" siegten klar mit 33:28.

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat zum fünften Mal den Supercup gewonnen und die nationale Konkurrenz drei Tage vor dem Bundesliga-Start das Fürchten gelehrt. Die Mannschaft des neuen Trainers Alfred Gislason bezwang Pokalfinalist HSV Hamburg in München 33:28 (17:14) und ist nun alleiniger Rekordsieger des zum 15. Mal ausgetragenen Wettbewerbs.

Auch ohne den angeschlagenen Welthandballer und Olympiasieger Nikola Karabatic hatte Kiel das Duell mit einem der wohl schärfsten Titelrivalen über weite Strecken im Griff. Hamburg war dagegen die zu kurze Vorbereitungszeit nach dem erst vor einer Woche beendeten olympischen Turnier in Peking anzumerken. Für den HSV war es bei der dritten Supercup-Teilnahme die erste Niederlage.

Zeremonie zur Saisoneröffnung

Um Punkt 15.00 Uhr wurde die neue Spielzeit mit einer kleinen Zeremonie offiziell eröffnet, bei der sich 18 Münchner Kinder mit den Trikots der Bundesligisten den 8 200 Zuschauern in der Olympiahalle präsentierten. Wie schon im vergangenen Jahr war die Arena auch bei der vierten Supercup-Auflage in der bayerischen Landeshauptstadt nicht ganz ausverkauft.

Die Kieler Weltauswahl störte sich jedoch nicht an der mageren Kulisse und begeisterte ihre Anhänger von Beginn an mit Handball vom Feinsten. Hamburg hatte dem Kieler Angriffswirbel zunächst nur wenig entgegenzusetzen, die Zebras zogen gleich 3:0 davon. Auf der anderen Seite biss sich der HSV-Angriff an der starken Abwehr des deutschen Meisters immer wieder die Zähne aus.

Omeyer als Rückhalt

Wenn Hamburg doch mal zum Abschluss kam, war oft Olympiasieger Thierry Omeyer im Kieler Tor zur Stelle - zudem traf Hamburg allein in der ersten Hälfte viermal Aluminium. So baute Kiel seine Führung auf zwischenzeitlich sechs Tore (8:2, 13:7) aus. Von HSV-Neuzugang Blazenko Lackovic, der den verletzten Nationalspieler Pascal Hens ersetzen soll, war in dieser Phase kaum etwas zu sehen.

Dem herausragenden Rechtsaußen Stefan Schröder hatte es der HSV zu verdanken, dass er doch wieder heran kam. Matthias Flohr glückte in der 34. Minute sogar der erstmalige Ausgleich (18:18) und brachte so endlich Spannung in die Partie. Zahlreiche Wechsel beider Teams sorgten für eine hektische Schlussviertelstunde, in der Hamburg dem Favoriten das Leben etwas schwerer machte als zu Beginn - der Sieg des THW war gleichwohl nicht gefährdet.

Kiel hatte seine besten Werfer in Stefan Lövgren mit sieben Toren. Beim HSV traf Schröder (8) am häufigsten.

© SID

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