Handball Nationalmannschaft
Deutsche Frauen mit Kantersieg in die Hauptrunde

Mit dem höchsten Erfolg der Länderspiel-Geschichte haben sich die deutschen Frauen bei der Handball-WM den zweiten Sieg gesichert. Gegen Paraguay siegte das Team 45:12 (25:6) und qualifizierte sich für die Hauptrunde.

Ein Kantersieg gegen Paraguay hat den deutschen Handball-Frauen bei der WM in Frankreich die vorzeitige Qualifikation für die Hauptrunde beschert. Einen Tag nach dem überraschend deutlichen Auftaktsieg (26:21) gegen den Olympiadritten Ukraine fertigte die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich die Südamerikanerinnen mit 45:12 (25:6) ab und feierte dabei den höchsten Erfolg ihrer Länderspiel-Geschichte. Bislang stand das 34:9 gegen Argentinien bei der WM 1999 in Norwegen als bestes Ergebnis zu Buche.

Da anschließend auch der Olympiazweite Südkorea beim 26:25 (15:12) gegen die Ukraine sein zweites Spiel gewann, ist beiden Teams der Einzug in die nächste Runde nicht mehr zu nehmen. Im direkten Aufeinandertreffen zum Vorrundenabschluss am Dienstag geht es nun um den Sieg in der Gruppe F (18.00 Uhr/live bei Eurosport). Bislang gab es in 13 Spielen gegen Südkorea neun Niederlagen und nur vier Siege für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

Entsprechend zufrieden war Emrich nach dem Schützenfest: "Die Mannschaft hat die nötige Disziplin und Konstanz bewiesen, um so ein Spiel zu bestreiten. Denn die Gefahr ist groß, dass man irgendwann beginnt Firlefanz zu spielen. Vor allem in der Abwehr und im Tor haben wir aber nicht nachgelassen."

Grit Jurack wurde geschont

Vor rund 4 000 Zuschauern in Nantes löste das mit Medaillenambitionen gestartete DHB-Team die leichteste Aufgabe in der wohl schwierigsten aller Vorrundengruppen mit viel Spielfreude und einem Gegenstoß-Tor nach dem anderen. Dabei konnte es sich Emrich locker leisten, DHB-Rekordtorschützin Grit Jurack, mit neun Treffern beste Werferin gegen die Ukraine, zu schonen. Maike Brückmann (Ketsch), Mandy Hering (Frankfurt) und Nora Reiche (Viborg) sprangen mit je sechs Treffern als beste deutsche Werferinnen ein.

Überhaupt nutzte Emrich im Gegensatz zum "existenziellen Sieg" (Emrich) gegen die Ukraine die Chance zu vielen Wechseln und gab auch der zweiten Reihe Spielpraxis. Im Tor durfte die Leverkusenerin Clara Woltering für Sabine Englert ran. Den ersten Ball musste Woltering nach knapp elf Minuten und dem 1:9 der Mannschaft aus Paraguay aus dem Netz holen. Nicht ganz im Minutentakt ging es dann mit schnellen deutschen Treffern gegen den völlig überforderten Gegner weiter. Bereits gegen Südkorea hatte Paraguay zum Auftakt eine 12:50-Pleite kassiert.

Nach Platz sechs bei der WM 2005 und dem vierten Rang bei der EM 2006 will die deutsche Mannschaft in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren im März 2008.

© SID

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