Handball Nationalmannschaft
Deutschland gewinnt Vier-Nationen-Turnier

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat das Vier-Nationen-Turnier in Riesa gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich besiegte im letzten Spiel Rumänien souverän mit 30:23 (12:11).

Beim Vier-Nationen-Turnier in Riesa präsentierten sich die deutschen Handballdamen in guter Frühform im Hinblick auf die anstehende Europameisterschaft. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bezwang in ihrem letzten Spiel das rumänische Team mit 30:23 (12:11) und sicherte sich den Gesamtsieg. Damit gelang der Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich die Revanche für die Niederlage bei der WM 2005. Zuvor hatten die DHB-Damen bereits ihre Spiele gegen Kroatien (35:31) und Spanien (25:20) gewonnen.

"Die Mannschaft hat schnellen und phasenweise sehr attraktiven Handballsport geboten. Die Fans waren sicher zufrieden, und ich bin es auch", kommentierte Emrich die Vorstellung seiner Mannschaft: "Natürlich fehlt noch die Konstanz in allen Mannschaftsteilen. Aber das war unsere erste gemeinsame Woche in diesem Jahr. Mehr konnte ich da nicht erwarten. Wir sind absolut auf dem richtigen Weg."

Gegen Rumänien, das bei der WM im vorigen Dezember in St. Petersburg die DHB-Mannschaft mit 37:26 deklassiert hatte, war vor 700 Zuschauern Maren Baumbach (Trier) mit fünf Toren erfolgreichste Werferin. Den zweiten Turnierplatz sicherte sich Kroatien trotz einer 23:24 (12:11)-Abschlussniederlage gegen Spanien.

"Wir spielen nicht ergebnis-, sondern zielorientiert"

Emrich ließ in den drei Turnier-Partien seine Spielerinnen über die verschiedensten Positionen rotierten und taktische Varianten probieren. Zwar litt dabei die Homogenität des Spiels, aber Emrich zog seine Linie durch. "Wir spielen nicht ergebnis-, sondern zielorientiert", lautete die Devise des Coaches mit Blick auf die EM: "Ich will versuchen, Reserven zu erschließen, die in der Mannschaft schlummern."

Für die verletzt fehlende WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Leverkusen) spielte Neuling Angie Geschke (Frankfurt/Oder) sehr auffällig im linken Rückraum, später kam auf dieser Position auch Regisseurin Nina Wörz (Leipzig) zum Einsatz und wurde in der Mittelposition von Baumbach (acht Tore gegen Spanien) glänzend ersetzt. Die nicht in Topform angereiste Grit Jurack vom dänischen Titelkandidaten Viborg BK wurde zwischenzeitlich durch die Leipzigerin Nora Reiche im rechten Rückraum vertreten.

War es beim rassigen Duell gegen Kroatien noch der Angriff, der mit gerade einstudierten Kombinationen brillierte, so baute gegen Spanien vornehmlich Leverkusens Torfrau Clara Woltering mit Weltklasse-Paraden die starke DHB-Abwehr auf. Resultat war der 500. Sieg einer DHB-Frauenauswahl im 961. Länderspiel.

In der ersehnten Revanche gegen Rumänien begann das DHB-Team sehr nervös, fand aber durch drei Treffer der starken Stefanie Melbeck (Buxtehude) eher ins Spiel als der Favorit. Beim 10:5 (18.) schien sich schon ein deutlicher Sieg der Gastgeberinnen abzuzeichnen. Aber danach misslangen etliche Würfe und Zuspiele, Rumänien kam zu vier Toren in Folge (10:9/23.) und beim 11:11 (29.) sogar zum Ausgleich.

Starke zweite Halbzeit gab den Ausschlag

So sorgte vor allem eine Steigerung nach der Pause für den erst 24. deutschen Sieg im 69. Vergleich (40 Siege für Rumänien, fünf Remis). Vom 13:12 (32.) zog das DHB-Team auf 17:12 davon (38.). Vor allem der Trierer Block mit Baumbach, der dynamischen Kreisläuferin Anja Althaus und der erst 20-Jährigen Lydia Steinbach war Sieggarant.

Am Rande des Turniers wurden außerdem die Halbfinal-Partien im DHB-Pokal der Frauen ausgelost. Demnach trifft Titelverteidiger 1. FC Nürnberg beim Final-Four-Turnier in Riesa (28./29. April) auf den VfL Oldenburg, während der HC Leipzig gegen DJK/MJC Trier spielt. Susanne Henze (Buxtehude) wurde nach 87 Länderspielen (193 Tore) aus der DHB-Mannschaft verabschiedet.

© SID

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