Handball Nationalmannschaft: DHB-Auswahl mit Licht und Schatten gegen Ungarn

Handball Nationalmannschaft
DHB-Auswahl mit Licht und Schatten gegen Ungarn

Die Handball-Nationalmannschaft konnte in der Vorbereitung auf die EM einen weiteren Erfolg verzeichnen. Beim 33:32 über Ungarn war Florian Kehrmann mit acht Treffern bester Werfer der Schützlinge von Heiner Brand.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat in Offenburg einen 33:32 (17:17)-Erfolg über Ungarn gefeiert. Die ersatzgeschwächte DHB-Auswahl bot dabei eine durchwachsene Leistung. Florian Kehrmann war mit acht Toren erfolgreichster Werfer der Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand. Vor dem schwierigen EM-Auftakt am kommenden Donnerstag gegen die mitfavorisierten Spanier trifft das DHB-Team bei seiner Generalprobe am Samstag (15.00 Uhr) in Mannheim nochmals auf Ungarn.

"Wir haben noch zu viele einfache Fehler gemacht"

Vor 4 950 Zuschauern in der ausverkauften Baden-Arena besiegelten Florian Kehrmann (8/2 Tore/Lemgo), Andrej Klimowets (Kronau-Östringen) und Sebastian Preiß (beide 5/Lemgo) den knappen Erfolg. "Der Sieg war im Hinblick auf die EM sehr wichtig. Wir haben aber noch zu viele einfache Fehler gemacht, daher kann ich nicht ganz zufrieden sein", erklärte Brand..

Wie bereits eine Woche zuvor beim Vierländer-Turnier in Slowenien und Kroatien zeigte die Brand-Sieben auch gegen den EM-Neunten von 2004 Licht und Schatten. Besonders in der ersten Hälfte leistete sich der Olympiazweite viele Fehlpässe und scheiterte mit unplatzierten Würfen immer wieder am ungarischen Keeper Gabor Szente. Zudem bekam die deutsche Abwehr trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung (9:7/15. Minute) den 115-kg-schweren Kreisläufer Gyula Gal nicht in den Griff.

Brand probiert verschiedene Formationen aus

Auch, weil Brand das Duell zu einigen Tests nutzte. Unter anderem setzte er überraschend Frank von Behren (3/Gummersbach) zu Beginn als Spielmacher ein und ließ Oleg Velyky (3/Kronau-Östringen) dafür auf der halblinken "Königsposition" spielen. Wie angekündigt verzichtete der gebeutelte Bundestrainer aber auf den Einsatz von Sorgenkind Volker Michel (Göppingen).

Der von einem dreifachen Nasenbeinbruch genesene Linkshänder war nach einer abschließenden medizinischen Untersuchung am Mittwoch zwar ins Trainingslager des Europameisters ins badische Steinbach nachgereist, erhielt aber von den Ärzten noch ein vorläufiges Spielverbot. Brand ("Volker wäre für uns sehr wichtig") rechnet trotzdem mit einer EM-Teilnahme von Michel. Der 32-Jährige gilt wegen der Verletzung des Nordhorners Holger Glandorf (Kniebeschwerden) als Nummer zwei auf der halbrechten Rückraumposition hinter Christian Zeitz (Kiel).

Letztes Ticket für Klein oder Gensheimer

Im Kampf um das letzte Ticket auf der Linksaußenposition durfte beim ersten Teil der doppelten Generalprobe in Offenburg Dominik Klein (Großwallstadt) vorspielen. Der 22-Jährige nutzte seine Chance mit drei Treffern. Am Samstag erhält Kleins Kontrahent Uwe Gensheimer (Kronau-Östringen) in heimischer Halle seine Chance. Einen Tag vor dem EM-Start gegen die Iberer muss Brand am 25. Januar seinen 16-köpfigen Kader benennen. Allerdings kann der Gummersbacher erstmals zwei Spieler nach der Vorrunde und einen Akteur nach der Hauptrunde nachnominieren.

Bei der 7. Europameisterschaft trifft die DHB-Auswahl nach dem Auftakt gegen die mitfavorisierten Spanier (26. Januar) in den weiteren Vorrundenspielen in Basel auf die Slowakei (28. Januar) und Ex-Weltmeister Frankreich (29. Januar). Die jeweils ersten Drei der vier Vierergruppen erreichen die Hauptrunde.

© SID

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