Handball Nationalmannschaft
DHB-Auswahl verpasst Halbfinale beim World Cup

Die deutschen Handballer haben das Halbfinale des World Cups verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand kassierte eine 25:29-Niederlage gegen Dänemark und spielt nun um die Plätze fünf bis acht.

Die deutschen Handballer haben beim World Cup den Einzug ins Halbfinale verpasst. Einen Tag nach der Pleite gegen Kroatien unterlag die ersatzgeschwächte Auswahl des deutschen Handball-Bundes (DHB) in Bremen Dänemark mit 25:29 (11:15) und spielt nun am kommenden Wochenende in Schweden um die Plätze fünf bis acht. Erster Gegner in der Trostrunde ist am Samstag in Helsingborg Außenseiter Griechenland (11.00 oder 13.00 Uhr), anschließend wartet Spanien oder Serbien. Im Halbfinale treffen am Samstag Schweden und Kroatien (15.00) sowie Tunesien und Dänemark (17.00) aufeinander.

Kroatien sicher im Halbfinale

Vor 4 000 Zuschauern im AWD-Dome konnten auch Markus Baur (6/4 Tore) und Michael Hegemann und (4/beide Lemgo) den Sieg der mit vier Bundesliga-Legionären angetretenen Dänen nicht verhindern. Einen Tag nach der 27:30-Niederlage gegen Kroatien, das sich durch ein 41:26 (19:11) gegen Serbien die Halbfinalteilnahme sicherte, machte sich die Unerfahrenheit des Olympia-Zweiten bemerkbar. Nur ein Erfolg mit mindestens zwei Toren Unterschied hätte dem Ex-Europameister im Duell mit Dänemark noch den Sprung ins Halbfinale bescheren und die Chance auf den dritten Triumph beim World Cup nach 1999 und 1988 erhalten können.

Zwar erwies sich der diesmal für Stammkeeper Henning Fritz (Kiel) von Beginn an eingesetzte Johannes Bitter (Magdeburg/8 Paraden) in der erstem Halbzeit als würdiger Ersatz. Doch die neuformierte 5:1-Abwehrformation zeigte folgenschwere Schwächen.

Bezeichnend, dass die DHB-Auswahl in den ersten 15 Minuten sogar zwei Gegentreffer in Überzahl hinnehmen musste. Die routinierten Dänen nutzen die Abstimmungsprobleme der Brand-Schützlinge, bei denen sich diesmal der Ausfall von sieben verletzten Spielern bemerkbar machte, und zogen vorentscheidend auf 11:6 (18.) davon. Dagegen zeigte sich der deutsche Rückraum um den Hamburger Pascal Hens zumeist wenig durchschlagskräftig und scheiterte immer wieder an Dänemarks Torhüter Kaspar Hvidt. Auch nach dem Wechsel vergab das deutsche Team zu viele Torchancen und kam nicht mehr näher als auf drei Tore heran.

Brand trotzdem zufrieden

Unabhängig von der Abschlussplatzierung hat der WM-Testlauf für die dezimierte deutsche Mannschaft bereits einen Zweck erfüllt. Besonders wegen der "schönen Erfahrungen" (Brand) bei der knappen Niederlage gegen Kroatien hofft der Bundestrainer auf den notwendigen Lerneffekt. "Wir haben zwischenzeitlich mit fünf Toren geführt und gedacht, dass das so weiter geht. So zu denken, das ist gegen eine Mannschaft mit solchen Klasse-Individualisten tödlich", analysierte ein dennoch zufriedener Brand nach der Neuauflage des Olympischen Finales von Athen 2004.

Erleichterung herrscht zudem über den Formanstieg von Keeper Fritz, der in den ersten beiden Partien überzeugte. Der 32 Jahre alte Weltklasse-Schlussmann ist derzeit beim THW Kiel hinter dem französischen Europameister Thierry Omeyer nur zweite Wahl - bei Brand bleibt er aber weiterhin die Nummer eins vor Carsten Lichtlein (Lemgo) und Bitter. "Es ist gerade in dieser schwierigen Situation wichtig, dass mir Heiner das Vertrauen schenkt und mich anfangen lässt", meinte Europameister Fritz.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%