Handball Nationalmannschaft
DHB-Damen bleibt Erfolgserlebnis verwehrt

Auch im letzten Turnierspiel in Norwegen gingen die deutschen Handballerinnen gegen Frankreich als Verliererinnen vom Platz. Die Formkurve kurz vor EM-Beginn zeigt damit weiterhin nicht nach oben.

Das Turnier in Norwegen sollte den deutschen Handballerinnen kurz vor Beginn der EM in Schweden (7. bis 17. Dezember) als Standortbestimmung dienen, doch nach drei Niederlagen bleibt nur die Erkenntnis, gegen die Weltspitze chancenlos zu sein. Zum Abschluss gegen Ex-Weltmeister Frankreich gab es in der Olympiastadt Lillehammer mit einem 17:24 (7:10) sogar die höchste Turnier-Niederlage.

Beim letzten Härtetest gegen die internationale Spitze kassierte der allerdings ersatzgeschwächte WM-Sechste zuvor deutliche Niederlagen gegen Weltmeister Russland (23:28) sowie den gastgebenden Europameister und EM-Vorrundengegner Norwegen (28:34). Beide Partien wurden von Ballverlusten und Fehlwürfen der deutschen Mannschaft geprägt.

Emrich: "Bei der EM hängen die Trauben hoch"

Trotzdem sieht Emrich keinen Grund zur Panikmache. "Wir sehen das Ganze nicht als Rückschritt. Aber natürlich müssen wir an unseren Fehlern arbeiten", forderte der Pädagoge vor den letzten beiden EM-Tests gegen Spanien am Freitag in Darmstadt und am Samstag in Elsenfeld. Emrich: "Wir haben noch eine Woche Zeit, unseren Rhythmus zu finden. Aber wir wissen, dass bei der EM die Trauben hoch hängen."

Auch die noch nicht in EM-Form agierende Torjägerin Grit Jurack sah im Norden Licht und Schatten. "Wir haben teilweise Angsthasen-Handball gespielt. Aber wir haben auch Moral bewiesen und uns nie aufgegeben", sagte die Dänemark-Legionärin aus Viborg und hofft auf den Feinschliff gegen Spanien.

Verletzungsmisere bereitet Emrich sorgen

Sorgen bereitet Emrich elf Tage vor dem EM-Auftaktmatch gegen Polen in Göteborg die Verletzungsmisere seines Teams. Beim Vierländer-Turnier in Norwegen fehlten die beiden Leverkusener Torfrauen Sabine Englert (Daumenbruch) und Clara Woltering (Mittelhandbruch) sowie die Thüringerin Nadine Härdter (Daumenverletzung).

Zudem wurde WM-Torschützenkönigin Nadine Krause wegen einer Ellbogenblessur geschont. Das Fehlen der Rückraumspielerin aus Leverkusen machte sich dann auch nachhaltig bemerkbar. Im linken Aufbau konnten weder Angie Geschke (Frankfurt/Oder) noch Ania Rösler (Nürnberg) für die Torjägerin in die Bresche springen. Krause, die eine EM-Medaille als Ziel ausgegeben hat, sowie Woltering sollen bei der Generalprobe gegen Spanien wieder ins deutsche Team zurückkehren.

Neben Polen sind in der EM-Vorrunde Slowenien (8. Dezember) und Norwegen (10. Dezember) die Gegner. Die ersten Drei jeder Gruppe erreichen die Hauptrunde.

© SID

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