Handball Nationalmannschaft
DHB-Frauen mit glanzlosem Sieg im WM-Test

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen ist bei ihrem 33:19-Erfolg im vorletzten WM-Test gegen die Niederlande den Nachweis ihrer WM-Form schuldig geblieben.

Die deutschen Handballerinnen haben beim vorletzten Test für die Weltmeisterschaft in China zwar einen deutlichen Sieg gelandet, aber die WM-Reife lange Zeit vermissen lassen. Die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann kam gegen die international zweitklassigen Niederlande zu einem erst in der Schlussphase klaren 33:19 (12:10)-Erfolg und offenbarte dabei noch einige Schwächen.

"Einige dumme Fehler"

"Die erste Halbzeit hat gezeigt, dass wir noch einiges tun müssen. Da haben wir uns einige dumme Fehler erlaubt. In der zweiten Halbzeit haben wir wesentlich aggressiver gespielt", sagte Osmann.

Die Generalprobe für den Saisonhöhepunkt (5. bis 20. Dezember) steht am Freitag (19.00 Uhr) in Greven erneut gegen die Niederlande auf dem Programm. Beste Werferin beim fünften Sieg der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in Serie war Rechtsaußen Sabrina Neukamp mit 13 Toren.

Vor 1 488 Zuschauern in der Wuppertaler Uni-Halle tat sich die DHB-Mannschaft ohne die Leistungsträgerinnen Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) von Beginn an im Angriff schwer. Der Rückraum um die Nachwuchskräfte Susann Müller (21) und Franziska Mietzner (20) kam häufig zu schnell und überhastet zum Abschluss. Auch die Chancenverwertung bei Tempogegenstößen ließ zu wünschen übrig.

Nur Zwei-Tore-Führung zur Pause

Zwar lagen die Gastgeberinnen fast die gesamte erste Halbzeit in Führung, doch mehr als ein Zwei-Tore-Vorsprung warf das Osmann-Team im ersten Durchgang nicht heraus. Immerhin zeigte Torfrau Katja Schülke einige gute Paraden und auch die Zusammenarbeit mit ihrer Abwehr klappte ganz gut. Zudem leisteten sich die nicht für die WM qualifizierten Gäste einige technische Fehler und leichte Ballverluste.

Wie schon in der ersten Halbzeit wechselte Osmann auch nach der Pause munter durch. Im Tor kam Sabine Englert für Schülke und bot wie ihre Vorgängerin eine gute Leistung.

Durch einen Treffer von Nadine Härdter ging das deutsche Team in der 35. Minute erstmals mit vier Toren in Führung (15:11) und gewann im weiteren Spielverlauf mehr Sicherheit. Bei den Gästen ließen zudem die Kräfte nach, sodass die DHB-Auswahl zu einigen leichten Toren kam. Bis zur WM müssen sich die deutschen Frauen aber steigern.

Im Reich der Mitte trifft Osmanns Team in der schwierigen Vorrundengruppe A auf Dänemark, Kongo, Brasilien, Schweden und Frankreich. Die besten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

© SID

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