Handball Nationalmannschaft
DHB-Handballer verlieren zum dritten Mal in Paris

Auch im dritten Spiel hat sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft beim Vier-Länder-Turnier in Paris nicht mit Ruhm bekleckert. Das Team von Heiner Brand unterlag Europameister Frankreich mit 25:35 (11:19).

Auch das dritte und letzte Spiel haben Deutschlands ersatzgeschwächte Handballer beim Vier-Länder-Turnier in Paris verloren und belegen damit punktlos den letzten Platz. Nach den Pleiten gegen den EM-Dritten Dänemark (23:32) und Tschechien (25:34) verlor das Team von Bundestrainer Heiner Brand zum Abschluss am Ostersonntag wie erwartet das Duell mit Gastgeber und Europameister Frankreich 25:35 (11:19), zeigte aber im Gegensatz zu den Vortagen eine engagierte Leistung.

Vor 14 000 Zuschauern im Palais Omnisport konnten auch Jens Tiedtke (Großwallstadt), Michael Haaß (Düsseldorf), Christian Schoene (Göppingen) und Torsten Jansen (Hamburg) mit jeweils drei Toren die Niederlage gegen die mit fünf Bundesliga-Legionären gespickte Equipe Tricolore nicht verhindern.

Frankreich vor heimischer Kulisse Turniersieger

Die bereits vor dem abschließenden Spiel als Turniersieger feststehenden Franzosen (6:0 Punkte) feierten rund zweieinhalb Monate nach dem Gewinn des ersten EM-Titels den ersehnten Triumph beim Heimspiel vor Tschechien (4:2), das die Dänen (2:4) am abschließenden Spieltag überraschend 39:36 (19:21) besiegte.

Neun Monate vor der WM im eigenen Land (19. Januar bis 4. Februar) hielt das deutsche Team gegen die Franzosen nur bis zum 2:3 (8.) mit. Trotz einiger guter Paraden von Keeper Johannes Bitter (Magdeburg) lag die Brand-Sieben nach sechs Gegentreffern in Folge bereits nach 13 Minuten mit 2:9 zurück. Doch im Vergleich zu den ersten Partien zeigte der Olympia-Zweite, der die Absagen von zehn Spielern verkraften musste, eine kämpferisch ansprechende Vorstellung.

Erst als die Gastgeber, die im Magdeburger Joel Abati und Guillaume Fernandez (beide 5) ihre besten Werfer hatte, das Tempo Mitte der zweiten Hälfte etwas herausnahmen, kam die Auswahl des Deutschen Handball Bundes (DHB) noch einmal auf sechs Tore heran (22:28/52.).

Schlechteste Leistung in Brands Amtszeit

Nach den deutlichen Niederlagen zum Auftakt hatte Brand fehlende Disziplin und Einstellung moniert. "Ich bin absolut enttäuscht. So eine Vielzahl von einfachsten Fehlern und unnötigen Zeitstrafen habe ich noch nie in meiner Amtszeit gesehen. Die elementarsten Dinge haben gefehlt", kritisierte Brand und wollte auch die fast schon obligatorische Personalnot nicht als Entschuldigung gelten lassen: "Ich kann kein blindes Verständnis verlangen, aber ich kann verlangen, dass man in die Zweikämpfe geht."

© SID

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