Handball Nationalmannschaft: DHB-Herren schlagen Eidgenossen

Handball Nationalmannschaft
DHB-Herren schlagen Eidgenossen

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat am Samstag in Aschaffenburg die Auswahl der Schweiz mit 35:27 (20:12) besiegt. Am Sonntag bekommen die Eidgenossen in Wetzlar die Chance auf Wiedergutmachung.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft scheint 19 Tage vor Beginn der Europameisterschaft in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) für die kontinentalen Wettkämpfe bestens gerüstet zu sein. Im ersten Länderspiel des Jahres besiegte das Team von Bundestrainer Heiner Brand den EM-Gastgeber in Aschaffenburg 35:27 (20:12) und zeigte trotz einer langen Verletztenliste eine durchaus ansprechende Leistung.

Fritz mit starker Leistung

Vor 4 500 Zuschauern in der ausverkauften Unterfrankenhalle besiegelten Florian Kehrmann (6/2/Lemgo), Christian Sprenger (5/Magdeburg) sowie Christian Zeitz (5/Kiel) gegen die Eidgenossen den Prestige-Erfolg des deutschen Teams, in dem der starke Keeper Henning Fritz (Kiel) den großen Rückhalt bilderte. Für die vom deutschen Ex-Bundestrainer Arno Ehret betreuten Gäste traf Manuel Liniger (8/3), der in der Bundesliga für die HSG Wilhelmshaven spielt, am besten.

Brand sah trotz des Erfolgs vor dem zweiten Duell mit dem EM-Zwölften am Sonntag in Wetzlar (15.00 Uhr) noch reichlich Steigerungspotenzial bei seiner Mannschaft: "Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir hatten zwar besonders in der ersten Hälfte gute Phasen, aber das reicht noch nicht aus, um auf neutralem Boden gegen gute Mannschaften zu bestehen."

Knapp drei Wochen vor dem EM-Auftaktspiel gegen Weltmeister Spanien am 26. Januar in Basel dominierte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) die Partie von Anfang an. Dabei hatte Brand nach dem Rücktritt von Daniel Stephan und der EM-Absage von Markus Baur (beide Lemgo) im Vorfeld erneut einige personelle Rückschläge hinnehmen mussen. Unter anderem fehlten zum Auftakt der letzten Vorbereitungsphase der Nordhorner Holger Glandorf (Knieprobleme), Andrej Klimowets (Fersenbeinanbruch) aus Kronau-Östringen sowie der Göppinger Volker Michel (Nasenbeinbruch).

Doch trotz des Verletzungspechs leistete sich die deutsche Mannschaft wenig Fehler und lag gegen die mit zwei Bundesliga-Legionären angetretenen Schweizer ständig in Führung. Auch dank einer exzellenten Chancenverwertung zog der WM-Neunte binnen sieben Minuten von 6:4 (10.) auf 13:6 (16.) davon. Den ersten Elf-Tore-Vorsprung (25.) stellte Kapitän Kehrmann sicher.

Da im deutschen Tor zudem "Welthandballer" Fritz glänzte und unter anderem zwei Siebenmeter parierte, entwickelte sich das Trainer-Duell der beiden Weltmeister von 1978 zu einer einseitigen Partie. Auch wenn die DHB-Equipe angesichts etlicher Wechsel im zweiten Durchgang nachließ, kamen die Schweizer lediglich noch auf fünf Treffer heran.

"Wir fahren in die Schweiz, um die Großen zu ärgern"

Bereits vor dem Start in die heiße EM-Vorbereitungsphase zu Beginn der Woche hatte Brand die Titelverteidigung abgehakt. "Wir fahren in die Schweiz, um die Großen zu ärgern", sagte der 53-Jährige, der aus der fast schon traditionellen Personalnot längst eine Tugend gemacht hat: "Vielleicht unterschätzen uns die anderen, das könnte unsere Chance sein." Nach dem Gruppenauftakt bei der EM gegen die Spanier trifft die Brand-Sieben in der Vorrunde am 28. Januar auf die Slowakei und am 29. Januar auf Ex-Weltmeister Frankreich.

Bis zur Abreise in die Schweiz stehen für den Europameister von 2004 noch insgesamt fünf Tests auf dem Programm. Vom 13. bis 15. Januar nimmt die DHB-Auswahl an einem Vierländerturnier in Slowenien beziehungsweise Kroatien teil. Zwei abschließende Vergleiche mit Ungarn dienen am 20. Januar in Offenburg und am 21. Januar in Mannheim als doppelte EM-Generalprobe.

© SID

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