Handball Nationalmannschaft
DHB-Team kassiert 30:34-Niederlage gegen Ungarn

Die deutschen Handballer haben in Pula eine 30:34 (13:18)-Niederlage gegen Ungarn kassiert. Damit landete das DHB-Team beim Vierländer-Turnier in Kroatien und Slowenien mit 2:4 Punkten nur auf dem letzten Rang.

Das Vierländer-Turnier in Kroatien und Slowenien hat für die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit einer Niederlage geendet. Nach einer schwachen Leistung verlor das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) in Pula mit 30:34 (13:18) gegen Ungarn. Zwölf Tage vor Beginn der EM in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) konnten auch Andrej Klimowets (5 Tore/Östringen) und Torsten Jansen (5/3/Hamburg) als beste deutsche Werfer vor 2 500 Zuschauern die zweite Niederlage im dritten Turnierspiel nicht verhindern.

Mit 2:4 Punkten landete der von Personalsorgen geplagte Europameister auf dem letzten Platz hinter den punktgleichen Ungarn, denen der direkte Vergleich zu Gute kam. Turniersieger wurde Kroatien (4:2) dank eines abschließenden 27:25 (14:10) über Slowenien (4:2).

DHB-Team "geistig nicht fit"

Nur einen Tag nach dem Überraschungscoup gegen Olympiasieger Kroatien (31:25) präsentierte sich die Brand-Sieben im Duell mit Ungarn in schwacher Verfassung und leistete sich viele technische Fehler. "Wir wurden schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Mit dem Ergebnis waren wir noch gut bedient, denn wir waren geistig nicht wach und haben uns zu wenig bewegt", kritisierte der Bundestrainer.

Doch auch das erneute Verletzungspech sorgte bei Brand für Kopfschütteln. Während der Östringer Uwe Gensheimer (Magen-Darm-Virus) in den letzten beiden Partien ausfiel, erlitten der Kieler Linkshänder Christian Zeitz und Abwehrspezialist Oliver Roggisch (Magdeburg) gegen Ungarn Fingerverletzungen und kamen kaum zum Einsatz. Immerhin meldete sich Kreisläufer Klimowets nach überstandener Gesichts- und Fußverletzung erfolgreich zurück. Jedoch war die Not im rechten Rückraum nach dem Ausfall der verletzten Holger Glandorf (Kniebeschwerden/Nordhorn) und Volker Michel (Nasenbeinbruch/Göppingen) sogar so groß, dass der etatmäßige Außenspieler Florian Kehrmann (Lemgo) am Sonntag im Aufbau aushelfen musste.

Zeitz sorgt für Hoffnungsschimmer

Hoffnungen geben vor dem EM-Auftakt gegen Weltmeister Spanien am 26. Januar in Basel der Formanstieg von Sorgenkind Zeitz. Der jetzt zwar wieder angeschlagene Linkshänder hatte die Folgen seiner Ellbogen-OP überwunden und gilt im rechten Rückraum als der große Hoffnungsträger. Auf Glandorf und Michel als die beiden angeschlagenen Kandidaten für diese Schlüsselposition hofft Brand beim am Mittwoch in Steinbach beginnenden Abschlusslehrgang. Der Bundestrainer plant, ins Badische die 16 Spieler einzuladen, die er einen Tag vor Beginn der EM offiziell auch nominieren will.

Als doppelte EM-Generalprobe dienen die Spiele gegen Ungarn am 20. Januar in Offenburg und am 21. Januar in Mannheim. Beide Hallen sind bereits seit Wochen ausverkauft, in Mannheim werden 14 500 Zuschauer erwartet.

Bei der EM trifft Titelverteidiger Deutschland nach dem Auftakt gegen Spanien in der Vorrundengruppe B noch auf die Slowakei (28. Januar) sowie Ex-Weltmeister Frankreich (29. Januar). Die jeweils drei Besten der vier Vierer-Gruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde (ab 31. Januar).

© SID

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