Handball Nationalmannschaft
DHB-Team nach Sieg über Serbien im Halbfinale

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bleibt beim Supercup im Turnier. Durch einen glatten 41:30-Erfolg über Serbien zogen die Weltmeister von Bundestrainer Heiner Brand ins Halbfinale ein.

Nach dem Stolperer zum Auftakt haben Deutschlands Handballer beim Supercup noch die Kurve gekriegt und ihr "Minimalziel" Halbfinale erreicht. Der Weltmeister besiegte im entscheidenden Gruppenspiel Serbien nach einer spielerisch starken Vorstellung deutlich mit 41:30 (22:16) und trifft in der Vorschlussrunde in einer Neuauflage des WM-Finals am Samstag (14.15 Uhr/live im ZDF) auf Polen. Bester Werfer beim Gastgeber in Halle/Westfalen war Andrej Klimovets von den Rhein-Neckar Löwen mit sieben Toren.

Im zweiten Halbfinale trifft Rekordgewinner Russland als Sieger der deutschen Gruppe auf Vorjahressieger Schweden (19.15 Uhr), der sich im entscheidenden Spiel der Gruppe B gegen Tschechien mit 30:29 (15:14) durchsetzte.

"Meine Mannschaft hat sich in diesem Spiel freigespielt. Das war in einigen Bereichen sehr schön, auch wenn wir das Spiel nicht überbewerten wollen. Wir haben noch Steigerungsbedarf. Die Serben haben gegen Russland auch viel Kraft gelassen", meinte Bundestrainer Heiner Brand und ergänzte: "Wir wollen uns hier als Weltmeister präsentieren und gewinnen, auch wenn es sich um ein Vorbereitungsturnier handelt."

Bitter und Lichtlein vertreten Fritz würdig

Vor 7 600 Zuschauern, die im Gerry-Weber-Stadion teilweise für WM-Stimmung sorgten, zeigte sich das deutsche Team gegenüber der Auftaktniederlage gegen die Russen (35:38) in allen Mannschaftsteilen deutlich verbessert. Im Tor boten der Hamburger Johannes Bitter und der Lemgoer Carsten Lichtlein eine starke Leistung, die Abwehr trat wesentlich aggressiver auf und im Angriff führten schöne Kombinationen immer wieder zu Torerfolgen.

Besonders Michael Kraus (Lemgo) und Pascal Hens (Hamburg) glänzten immer wieder mit schönen Zuspielen an den Kreis und auf die Außenpositionen. So setzte sich die Brand-Truppe von 9:9 (14.) auf 13:9 (18.) ab. Die schwachen Serben, die sich von Russland 36:36 getrennt hatten, konnten dem deutschen Angriffswirbel im ersten Durchgang trotz einer offensiven Deckung nicht viel entgegensetzen.

Von Behren feiert Comeback

Da störte es auch nicht, dass Brand Torhüter Henning Fritz (Rhein-Neckar Löwen) ebenso eine Pause gönnte wie dessen Teamkameraden Oleg Velyky. Dafür feierte Frank von Behren nach 13 Monaten Pause sein Comeback im DHB-Trikot. Zwei Knieverletzungen und ein Daumenbruch hatten den Flensburger in den vergangenen Jahren immer wieder zurückgeworfen. In seinem 159. Länderspiel kam der Olympia-Zweite von Athen erstmals in der 20. Minute in der Abwehr zum Einsatz.

Nach der Pause wechselte Brand munter durch und gönnte einigen Leistungsträgern vor der Begegnung am Samstag gegen Polen eine Pause, trotzdem setzte sich der Favorit bis zur 42. Minute auf zwölf Tore ab (30:18). Am 4. Februar dieses Jahres hatte die deutsche Mannschaft durch ein 29:24 im WM-Finale gegen die Polen in Köln den Titel gewonnen, während es in der Vorrunde gegen den vom Magdeburger Coach Bogdan Wenta trainierten Vizeweltmeister noch eine Niederlage (25:27) gegeben hatte.

© SID

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