Handball Nationalmannschaft
DHB-Team siegt ersatzgeschwächt gegen die Schweiz

In einem Testspiel in St. Gallen haben die deutschen Handballer einen 23:21 (13:9)-Sieg gegen die Schweiz gefeiert. Bester Werfer des DHB-Teams war Uwe Gensheimer.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat mit ihrem "zweiten Anzug" das erste Länderspiel nach der EM in Norwegen für sich entschieden. Der ersatzgeschwächte Weltmeister setzte sich in St. Gallen gegen Gastgeber Schweiz 23:21 (13:9) durch und feierte im 62. Vergleich mit den Eidgenossen den 52. Erfolg. Bester Werfer in der Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand war Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) mit fünf Toren. Sein Teamkollege Henning Fritz hielt mit 17 Paraden den Erfolg fest.

"Letzte Chance, sich zu empfehlen"

"Wir haben gute Ansätze gezeigt. Die Jungs haben so aber noch nie zusammengespielt. Das hat man in einigen Situationen gesehen", erklärte Brand, der in Fritz, Holger Glandorf, Andrej Klimovets und Frank von Behren lediglich vier Spieler aus dem EM-Kader nominiert hatte, da für die übrigen Stammkräfte Spiele in der Bundesliga oder in der Champions League auf dem Programm standen. So waren gleich acht Spieler aus den beiden letzten Junioren-Jahrgängen im Aufgebot des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die 2004 und 2 006 Europameister wurden. "Das ist für einige Spieler die letzte Chance, sich für die Olympischen Spiele zu empfehlen", hatte Brand vor der Begegnung gegen die zweitklassigen Schweizer gesagt.

Ramota kam nicht zum Einsatz

Kurzfristig musste der Bundestrainer dabei auch noch den Magdeburger Torhüter Silvio Heinevetter ersetzen, der mit einem grippalen Infekt ausfiel. Für ihn rückte Christian Ramota (Balingen-Weilstetten) in den Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Der 34-Jährige war mit dem deutschen Team 2 004 Europameister und Olympia-Zweiter geworden. Ihr Debüt im DHB-Trikot gaben unterdessen Markus Richwien (Füchse Berlin) und Steffen Weinhold (HSG Nordhorn).

Vor 3 100 Zuschauern in St. Gallen setzte sich der EM-Vierte nach ausgeglichenem Beginn (4:4/11. Minute) nach 22 Minuten auf 11:5 ab. Eine gute Abwehrarbeit und ein starker Fritz im Tor waren für den Vorsprung verantwortlich. Im Angriff offenbarte das neu zusammengestellte DHB-Team allerdings einige Abstimmungsprobleme.

Viele Ballverluste

In der zweiten Halbzeit wechselte Brand munter durch und gönnte allen Feldspielern Einsatzzeiten. Dadurch wurde der Spielfluss aber noch weiter gestört. Zudem leisteten sich die Gäste zahlreiche leichte Ballverluste und die Schweiz kam in der 41. Minute zum Ausgleich (15:15). Obwohl die Brand-Truppe gleich vier Siebenmeter verwarf, verließ sie dank Fritz als Sieger das Feld.

Der nächste Test steht für die deutschen Handballer beim internationalen Turnier in Innsbruck an (20. bis 23. März). Gegner sind dann Gastgeber Österreich, Schweden und Tunesien.

© SID

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