Handball Nationalmannschaft
DHB-Teams "gemeinsam" gegen Slowenien

In ihren letzten Tests vor den Saisonhöhepunkten treten die DHB-Teams der Frauen und der Männer erstmals in einer Doppelveranstaltung an. Heute in Lemgo und am Sonntag in Dortmund ist jeweils Slowenien der Gegner.

Den letzten Feinschliff für die anstehenden Saisonhöhepunkte holen sich die deutschen Handball-Teams erstmals im Doppelpack. Beim ersten gemeinsamen Termin in der Länderspiel-Geschichte des Deutschen Handball-Bundes (DHB) testen die Männer ihre EM-Form und findet für die Frauen die WM-Generalprobe statt.

Dabei muss Männer-Bundestrainer Heiner Brand in den Vergleichen mit Slowenien am Freitag in Lemgo (20 Uhr) und am Sonntag in Dortmund (15 Uhr) erneut improvisieren. "Ich muss eben mit den Spielern arbeiten, die da sind. Ich habe mir abgewöhnt, zu planen", sagte ein leicht frustrierter Brand zwei Monate vor der EM 2006 in der Schweiz (25. Januar bis 5. Februar).

Comeback von Baur

Besonders der verletzungsbedingte Rücktritt von Rückraumspieler Daniel Stephan (Lemgo) bereitet Brand vor dem Jahresabschluss Sorgen. Bei der Neuauflage des EM-Finals von 2004 fehlen zudem der Kieler Christian Zeitz (Ellenbogen-OP), der Nordhorner Holger Glandorf sowie die Göppinger Volker Michel und Michael Kraus (alle Knieverletzung).

Dafür feiert Spielmacher Markus Baur (Lemgo) nach 15-monatiger Abstinenz sein Nationalmannschafts-Comeback. "Ich freue mich riesig, obwohl ich noch nicht wieder ganz schmerzfrei bin", meinte der 34-jährige Baur, der eine EM-Teilnahme von seinem Gesundheitszustand abhängig machen will: "Es würde keinem helfen, wenn ich pro Match nur zehn oder 15 Minuten spielen könnte."

Frauen wollen sich mehr einspielen

Sein Debüt feiert der 19 Jahre alte Linksaußen Uwe Gensheimer von der SG Kronau/Östringen, der als eines der größten deutschen Talente gilt. Vor den abschließenden beiden Spielen 2005 steht die Jahresbilanz des Olympia-Zweiten bei zehn Siegen, drei Unentschieden und zehn Niederlagen.

Im Vorfeld der Männerspiele will die Frauen-Auswahl am Freitag in Lemgo (18.00) und am Sonntag in Dortmund (13.00) ebenfalls gegen Slowenien Selbstvertrauen für die anstehende WM in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) sammeln. "Es geht darum, sich noch mehr einzuspielen und den Feinschliff zu bekommen", sagt Bundestrainer Armin Emrich und hat als primäres WM-Ziel das Erreichen der Hauptrunde ausgegeben. Bei der WM trifft der EM-Fünfte in der Vorrunde auf Olympiasieger Dänemark, Polen, Österreich, Brasilien und die Elfenbeinküste.

© SID

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